- 12.-13.05.2026
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Nennliste Streckenkarte LIVE-Stream: Live LIVE-Timing: Delta ewrc
Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze: Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026, powered by Peter Hopf Erdbau, ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen. Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu. Zum dritten Mal in Folge stand heuer das Murtal im Zeichen des Rallyesports, und zum dritten Mal in Folge war die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau ein Publikumsmagnet. Dies, obwohl sich das Wetter nicht von seiner freundlichsten Seite zeigte, sondern für die Jahreszeit etwas zu kühl war und zum Teil sogar Regen ins Geschehen einbrachte. Nichtsdestotrotz säumten wieder Tausende Fans die Strecken der Rallye in den Regionen Judenburg und Fohnsdorf. Verantwortlich für die gelungene Durchführung waren wieder jene drei Herren, die schon vor zwei Jahren für die Auferstehung der Rallye im Murtal gesorgt haben. Dies trifft in erster Linie auf Willi Stengg, Ex-Staatsmeister im Rallyesport, als Veranstalter, und Peter Hopf, dem Besitzer des Fahr-Aktiv Zentrums Fohnsdorf (FAZ Fohnsdorf) zu. Der erfolgreiche Geschäftsmann im Baumaschinensegment sowie im Transportgewerbe konnte wieder wichtige regionale Hilfe einbringen. Als Hauptsponsor und Namensgeber fungierte wieder Harald König, der mit seiner Elektrotechnik Firma für die Rallye verantwortlich zeichnete. Auch nach der heurigen Rallye durfte dieses Dreigestirn eine durchwegs positive Bilanz ziehen: Wili Stengg: „Das Interesse der Rallye-Fans, die ins Murtal gekommen sind, war wieder enorm. Besonders der Stadtkurs in Judenburg, der dieses Mal sogar drei Mal gefahren wurde, war ein Top-Anziehungspunkt. Unsere Shuttle-Busse vom FAZ Fohnsdorf nach Judenburg wurden vollends genützt und waren ständig unterwegs, um die Zuschauer sicher zum Rundkurs und wieder retour zu bringen. Bedanken möchten wir uns bei den Behörden, den Bürgermeistern, bei der Polizei, bei den Feuerwehren und der Rettung und ganz besonders bei den vielen freiwilligen Helfern, die sich wieder in den Dienst der Sache gestellt haben. Hier seien auch die vielen Standler erwähnt, die im gesamten Rallyegebiet für die Verköstigung der vielen Besucher gesorgt haben. Der größte Dank geht aber an die vielen Fans, die zu uns ins Murtal gekommen sind und während der Rallye für eine tolle Atmosphäre gesorgt haben.“

Foto: Harald Illmer
Zum sportlichen Verlauf: Die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg ging mit einem Start-Ziel-Sieg von Hermann Neubauer zu Ende. Was der Salzburger im Toyota Yaris Rally2 in der gestrigen ersten Sonderprüfung, dem Rundkurs Gaal – Hammergraben, begann, vollendete er heute auf dem 15. und letzten Wertungsabschnitt Möderbrugg. Dazwischen lagen zehn weitere acht SP-Bestzeiten des Dominators. Sieben Mal gelang es dem Oberösterreicher Michael Lengauer im für ihn neuen Citroen C3 Rally2 schneller ins Ziel zu kommen, aber da hatte Neubauer den Sieg vor Augen schon zurückgeschaltet. Am Ende hatte Hermann Neubauer 28,8 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Lengauer. Dahinter lieferten sich Luca Waldherr im Citroen C3 Rally2 und Rekord-Staatsmeister Raimund Baumschlager (Skoda Fabia Rally2 ein sehenswertes Duell um den dritten Podiumsplatz. Zeitweise lag da nur eine halbe Sekunde zwischen den beiden Kontrahenten. Letztendlich hatte Waldherr das bessere Finish für sich und konnte über den dritten Platz jubeln. Die Stimmen der Top drei: Hermann Neubauer (Toyota Yaris): „Hier zu gewinnen war nicht so leicht, wie es vielleicht ausgeschaut hat. Ich bin eigentlich mit dem Ziel hergekommen, Spaß an der Freud zu haben. Das ist mir offensichtlich gut gelungen. Wichtig war es, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Denn ich hatte immer im Hinterkopf, dass ein kleiner Fehler genügt, und ein Toppilot wie Michael Lengauer nützt das aus. Zum Glück sind wir relativ fehlerfrei geblieben.“ Michael Lengauer (Citroen C3): „Wir sind mit einem für uns neuen Fabrikat hergekommen, und wollen so schnell als möglich so viel als möglich darüber lernen. Ich habe gewusst, wenn bei Hermann alles passt, kann ich hier unter den gegebenen Umständen nicht mithalten. Er ist eine sehr gute Rallye gefahren, daher gratuliere ich ihm herzlich. Für mich war es wichtig, das Auto heil ins Ziel zu bringen und so viele Kilometer wie es geht damit abzuspulen. So gesehen bin ich mit dem zweiten Platz sehr happy.“ Luca Waldherr (Citroen C3): „Ich bin sieben Monate keine Rallye gefahren, habe erst vor kurzem erfahren, dass ich hier mit einem Rally2-Auto an den Start gehen kann und stehe jetzt auf dem Podest. Was soll ich da viel sagen, außer dass ich sehr glücklich darüber bin.“

Foto: Harald Illmer
TEC7 ORM 2: Auf Spitz und Knopf ging es wie schon zuletzt im Lavanttal in der ORM 2 zu. Der Niederösterreicher Christoph Zellhofer war im hauseigenen Suzuki Swift ZMX Prototyp ins Murtal gekommen, um den wieselflinken und leichteren Renault Clio Rally3-Boliden von Gesamtleader Günther Knobloch, Maximilian Lichtenegger und Roland Stengg Paroli zu bieten. Was blieb, war eine tolle Sekundenjagd um den Sieg. Zellhofer beherrschte Tag eins, Knobloch weite Teile von Tag zwei. Lichtenegger verabschiedete sich vorzeitig (SP 6) durch einen Ausritt, und Stengg verlor im nassen Samstagvormittag seine Konstanz vom Freitag. Am Schluss lachte Christoph Zellhofer von der Spitze des Siegerpodests auf den Zweiten Günther Knobloch und den Dritten Roland Stengg herunter.

Foto: Harald Illmer
TEC7 ORM 3: Die ORM 3 wurde so wie heuer schon in Freistadt, in Leutschach und in Wolfsberg auch in Judenburg zur Beute von Marcel Neulinger. Der Titelverteidiger aus Oberösterreich hat mit seinem pinkfarbenen Lancia Ypsilon Rally4 momentan scheinbar keine Konkurrenz in Österreich, erzielte auf allen 15 Sonderprüfungen Klassenbestzeit. Sein erster Verfolger im Murtal, der einstige 2WD-Staatsmeister Simon Seiberl im Peugeot 208 Rally4, hatte am Ende fast zwei Minuten Rückstand auf den angehenden neuen alten Champion. RP-TOOLS Junioren-Staatsmeisterschaft: Dem erst 21 Jahre jungen Marcel Neulinger ist durch seinen Murtal-Sieg in RP-TOOLS Junioren-Staatsmeisterschaft auch hier die Titelverteidigung praktisch nicht mehr zu nehmen.

Foto: Harald Illmer
TEC7 HRM: Die Entscheidung in der Historischen Meisterschaft war geprägt von einem spannenden Dreikampf zwischen dem fünffachen Historic-Europameister Karl Wagner im Porsche 911, dem Oberösterreicher Patrick Gaubinger im Audi Quattro und dem überraschend starken Steirer Martin Karlhofer im Lancia Delta Integrale. Zudem mischte phasenweise auch Horst Stürmer aus Oberösterreich (ebenfalls Audi Quattro) zwischenzeitlich mit. Doch dieser musste sowohl am ersten als auch am zweiten Tag wegen eines technischen Defekts aufgeben. So blieb es beim Dreier-Fight Wagner – Gaubinger – Karlhofer, der je nassglatter es war, desto enger wurde. Gaubinger kam zunächst bis auf vier Sekunden an den Wagner heran. Als es auftrocknete, war der Leader aber nicht mehr zu halten. Dafür schnupfte Karlhofer noch Gaubinger und holte letztendlich hinter Karl Wagner noch Platz zwei.

Foto: Harald Illmer
TEC7 ORM Trophy: Die Trophy-Wertung für Fahrer über 50 Jahre holte sich Raimund Baumschlager vor Max Zellhofer und Kris Rosenberger. Austrian Rallye Challenge: Die ARC-Wertung General ging an Raimund Baumschlager vor Max Zellhofer und Peter Hopf (Ford Fiesta Rally2).

Foto: Harald Illmer
Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen. Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye, powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg, in Führung. Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger. Die zur österreichischen TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft zählende ET KÖNIG Rallye 2026, powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg, befindet sich in der Ruhephase. Der erste Tag ist absolviert, die Teams verschnaufen bzw. konzentrieren sich schon auf den morgigen Entscheidungstag mit weiteren zehn Sonderprüfungen.

Foto: Harald Illmer
Die heute überwundenen fünf Wertungsabschnitte zeigten, einen insbesondere auf dem drei Mal zu befahrenden Rundkurs Gaal, dominierenden Hermann Neubauer. Der Salzburger Doppelstaatsmeister im Toyota Yaris Rally2 gewann insgesamt vier Tagesprüfungen und ließ sich nur die SP 4 Seckau um neun Zehntelsekunden vom Oberösterreicher Michael Lengauer entreißen. Nichtsdestotrotz konnte Neubauer seinen ersten Verfolger am Ende des Tages um 25 Sekunden auf Distanz halten und ihm damit eine nachdenkliche Nacht bescheren.

Foto: Harald Illmer
Hermann Neubauer versuchte sich selber emotional zu bremsen: „Ich fühle mich ganz gut, muss aber den Ball flach halten. An mehr zu denken, dafür ist die Rallye noch viel zu lang. Für mich ist es wichtig, Spaß dabei zu haben, auf die anderen gar nicht zu schauen und praktisch mein eigenes Rennen zu fahren.“ Spaß hat in der stärksten Klasse TEC7 ORM auch der Drittplatzierte Luca Waldherr, der wie Lengauer in einem Citroen C3 Rally2 sitzt, und den zweifachen Jännerrallye-Sieger damit durchaus Paroli bieten kann. Allerdings darf man Raimund Baumschlager (Skoda Fabia Rally2), der nach seiner Schulteroperation wieder fit ist, noch nicht für einen Podestplatz abschreiben. Auch die Oldboys Martin „Max“ Zellhofer (Ford Fiesta Rally2) und Kris Rosenberger (Lancia Ypsilon Rally2) zeigen, dass sie noch nichts verlernt haben.

Foto: Harald Illmer
Eine tolle Show liefert auch wie schon zuletzt im Lavanttal die TEC7 ORM 2. Hier führt der Niederösterreicher Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) das Feld an, sieht sich aber mit den Verfolgern Maximilian Lichtenegger, Roland Stengg und Günther Knobloch (alle Renault Clio Rally3) einem hungrigen Trio ausgesetzt, das durchwegs nur um wenige Sekunden hinter ihm lauert.

Foto: Harald Illmer
Weit deutlicher zeigt sich das Zwischenergebnis in der TEC7 ORM 3. Hier zeigt der Titelverteidiger und dreifache Saisonsieger Marcel Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4) einmal mehr seine Klasse und hat bereits über eine halbe Minute Vorsprung auf Simon Seiberl im Peugeot 208 Rally4. Damit führt der erst 21-jährige Neulinger naturgemäß auch in der PR-TOOLS Junioren-Staatsmeisterschaft.

Foto: Harald Illmer
In der Historischen Staatsmeisterschaft liegt Porsche-Pilot Karl Wagner nach dem ersten Tag um 20 Sekunden vor dem Oberösterreicher Patrik Gaubinger im Audi Quattro. Eine überraschend starke Vorstellung zeigt hier der Steirer Martin Karlhofer (Lancia Delta Integrale) als Dritter.
Zeitplan - Timetable
| WP / SS | Name der Prüfung | Länge in km | Start 1.Fzg. | Details |
|---|---|---|---|---|
| Freitag 12.06.26 | ||||
| WP 1 | RK Gaal – Hammergraben 1 | 11,67 km | 14:35 Uhr | |
| WP 2 | Seckau – St. Marein 1 | 9,11 km | 15:00 Uhr | |
| WP 3 | RK Gaal – Hammergraben 2 | 11,67 km | 16:55 Uhr | |
| WP 4 | Seckau – St. Marein 2 | 9,11 km | 17:20 Uhr | |
| WP 5 | RK Gaal – Hammergraben 3 | 11,67 km | 18:15 Uhr | |
| Samstag 13.06.26 | ||||
| WP 6 | Baumkirchen – Gaberl 1 | 11,39 km | 07:55 Uhr | |
| WP 7 | Obdach – Sabathyhütte 1 | 10,52 km | 08:45 Uhr | |
| WP 8 | Baumkirchen – Gaberl 2 | 11,39 km | 10:30 Uhr | |
| WP 9 | Obdach – Sabathyhütte 2 | 10,52 km | 11:20 Uhr | |
| WP 10 | Baumkirchen – Gaberl 3 | 11,39 km | 12:10 Uhr | |
| WP 11 | Rundkurs Judenburg 1 | 5,32 km | 14:25 Uhr | |
| WP 12 | Möderbrugg 1 | 8,05 km | 15:20 Uhr | |
| WP 13 | Rundkurs Judenburg 2 | 5,32 km | 16:05 Uhr | |
| WP 14 | Rundkurs Judenburg 3 | 5,32 km | 17:50 Uhr | |
| WP 15 | Möderbrugg 2 | 8,05 km | 18:35 Uhr | |
| Gesamt WP-km: 141,10 ; Ziel FAZ Fohnsdorf 1.Fzg. 19:00 Uhr | ||||
Vorbericht
Hochklassiges PS-Spektakel ist garantiert Mit der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg geht die TEC 7 Rallye-Staatsmeisterschaft in die vierte Runde des laufenden Jahres. Wie schon beim Auftakt bei der Jännerrallye in Freistadt, bei der Rebenland Rallye in Leutschach und der Lavanttal Rallye in Wolfsberg geht es auch diesmal um wichtige Punkte und Entscheidungen in fünf Meisterschaftskategorien.

Foto: Harald Illmer
ORM – Der König fehlt, der Kronprinz hofft In der Paradedisziplin ORM hat der sechsfache Staatsmeister Simon Wagner den Schlüssel zu seinem siebenten Championat in Folge nach drei Saisonsiegen bereits in der Hand. Aber das Tor in den „siebenten Himmel“ wird er in Judenburg sicher nicht aufstoßen. Denn das Team Hyundai Motorsport hat spontan entschieden, dass der oberösterreichische Toppilot und seine deutsche Copilotin Hanna Ostlender just am Murtaler Rallye-Wochenende bei der tschechischen Rally Hustopece starten müssen, um auch in Österreichs Nachbar-Land noch im Rennen um die Meisterschaft zu bleiben. Somit könnte Wagners erster Verfolger Michael Lengauer die Chance nützen, um mit einem Sieg bei der ET König Rallye 2026 den Rückstand auf den Gesamtleader zu verkürzen und so seine theoretische ORM-Titelchance aufrechtzuerhalten. Leichter gesagt als getan freilich, denn erstens hat Lengauer seinen Sitz im gewohnten Skoda Fabia gegen ein Cockpit in einem (noch) ungewohnten Citroen C3 Rally2 getauscht, und zweitens steht mit dem zweifachen Staatsmeister Hermann Neubauer ein weiterer absoluter Siegkandidat in Judenburg am Start. Hermann Neubauer ist jedenfalls hochmotiviert: „Ich werde sicherlich versuchen, diesmal den Speed an der Spitze von Beginn an mitzugehen. Im letzten Jahr musste ich mich noch an den neuen Toyota Yaris gewöhnen, außerdem haben wir einige technische Neuheiten ausprobiert. Dieses Kapitel ist vorbei, daher kann ich mich voll aufs Fahren konzentrieren. Die Wunschvorstellung ist natürlich ein Sieg.“ Mit Luca Waldherr geht ein weiterer Podestkandidat in Judenburg ans Werk. Der Niederösterreicher lenkt seinen Erfolgsboliden, mit dem er 2024 seine Heimrallye in der Buckligen Welt gewinnen konnte – einen Citroen C3 Rally2. Mit Raimund Baumschlager steht auch Österreichs Rekord-Staatsmeister am Start. Der Rosenauer ist nach einer Schulteroperation wieder fit. „Ich freue mich riesig auf die ET König Rallye mit dem fantastischen Stadtkurs durch Judenburg. In den vergangenen Wochen habe ich große Fortschritte gemacht. Die Belastungen im Rallye-Boliden sind natürlich deutlich höher als im Straßenfahrzeug. Deshalb werden wir in den Tagen vor der Veranstaltung noch Tests einlegen. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, und Dr. Bernhard Stitz, der mich operiert hat, steht ja selbst bei der Rallye am Start – da hat er sicher den einen oder anderen Tipp parat, falls es im Cockpit doch noch irgendwo zwickt.“

Foto: Harald Illmer
FAZ-Hausherr Peter Hopf geht nicht nur mit seinem Ford Festa Rally2 ins Rennen, sondern auch mit dem berühmten Heimvorteil, doch er warnt sich selbst: „Das ist so eine gefährliche Sache, man glaubt alle Streckenabschnitte genau zu kennen, fährt dadurch etwas schneller und bekommt so manchmal gröbere Schwierigkeiten. Als Mitveranstalter und Fahrer ist man natürlich doppelt gefordert, ich habe aber eine gute Mannschaft hinter mir, die in der Organisation tätig ist, daher kann ich mich sehr gut aufs Fahren konzentrieren. Mein Ziel ist Top-ten-Platz in der Gesamtwertung.“ Diesen oder weit mehr strebt wohl auch Kris Rosenberger an. Der ehemalige Staatsmeister holte sich kürzlich mit einem zweiten Platz bei der Historic Akropolis Rallye hinter dem dreifachen finnischen Vizeweltmeister und aktuellen Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala Selbstvertrauen. Allerdings tauscht Rosenberger in Judenburg seinen Subaru Impreza GT Turbo gegen einen in der ORM konkurrenzfähigen Rally2-Boliden.

Foto: Harald Illmer
ORM 2 – Kein Millimeter Platz zwischen den Konkurrenten In der Klasse der zweitstärksten Allrad-Boliden regiert die Ausgeglichenheit, was die Dramatik bei jeder Rallye nach oben schraubt. Der Grund liegt nicht nur an den wieselflinken R3-Autos bzw. den hier auch zugelassenen bärenstarken Prototypen, sondern vor allem auch an der Klasse der drinsitzenden Piloten. Diese tragen durchaus bekannte Namen. So sieht sich der Meisterschaftsführende Günther Knobloch einer prominenten Verfolgerschar ausgesetzt. Neben dem schnellen Niederösterreicher Christoph Zellhofer oder dem deutschen Routiner Hermann Gassner, drückt vor allem auch Ex-2WD-Staatsmeister Roland Stengg kräftig aufs Gaspedal. Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt jedoch Maximilian Lichtenegger. Der Wolfsberger wird genau am Donnerstag, dem Tag des Zeremonienstarts in Judenburg 22 Jahre jung. Er gewann die ORM-2-Wertung seiner Heimrallye im Lavanttal und fuhr gleich darauf bei der ERC Andalucia Rally auf den formidablen dritten Platz.

Foto: Harald Illmer
ORM 3 – Heiße Brüder-Duelle unter den Zweiradlern Von spannenden Familien-Duellen wird die Klasse der zweirad-getriebenen Fahrzeuge, kurz genannt ORM 3, geprägt. Hier Marcel und Nico Neuinger, da Raphael und Lukas Dirnberger. Und garniert wird die vierköpfige PS-Jagd aus Oberösterreich noch durch den Kärntner Thomas Traußnig, der ebenfalls immer wieder, wenn auch noch etwas zu selten, schnelle Zeiten zu fahren imstande ist. Das Nonplusultra freilich heißt Marcel Neulinger, der mit dem oben erwähnten ORM-2-Youngster Maximilian Lichtenegger zu den hoffnungsvollsten Nachwuchspiloten des Landes zählt. So hat der junge Oberösterreicher im Murtal die Möglichkeit, den Staatsmeister-Sack zuzumachen und somit den Titel vom Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. ORM Junior – Mit neuem Sponsor und schnellen Youngsters Mit neuem Sponsor und finanziell wieder lukrativ aufgewertet präsentiert sich die RP-Tools Junioren Rallye Staatsmeisterschaft auch bei der ET KÖNIG Rallye. Hier führt wie in der ORM 3 der regierende Champion und also Titelverteidiger Marcel Neulinger. Er hat alle heurigen ORM-Rallyes gewonnen und steht auch hier vor seinem nächsten Titel. Sein Debüt in der Junior Rallye Europameisterschaft gab Marcel Neulinger im pinken Lancia Ypsilon Ende Mai bei der ERC Royal Rally of Scandinavia in Schweden. Mit Copilot Jürgen Heigl beendete er den Schotterlauf auf Platz sieben in der JERC-Wertung. Lukas Dirnberger und Thomas Traußnig komplettieren das momentane Junioren-Podest in Österreich.

Foto: Harald Illmer
HRM – Fünffacher Europameister auf nationalem Titelkurs Mit einer gewissen Favoritenstellung kommt der Wiener Karl Wagner in der Historischen Staatsmeisterschaft zum steirischen Rallye-Spektakel. Eine Rolle, die einen fünffachen Europameister freilich nicht wirklich nervös machen dürfte und es wohl auch nicht tut. Der smarte Porsche-Pilot mit der nicht minder legendären Gerda Zauner am Beifahrersitz quälte sich zum Saisonauftakt mit dem bei Schnee relativ suboptimalen Heckantrieb noch übers Freistädter Jännerrallye-Terrain, ließ aber am Asphalt in der Südsteiermark und im Lavanttal seinem knallgelben 911er freien und daher siegreichen Lauf. Eigentlich spricht auch in Judenburg sehr viel für „Sir Karl“ und „Lady Gerda“.
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- Nenschluß 30.05.26 18:00 Uhr
- Prädikate/Wertungen: TEC7 Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft - ORM2 - ORM3 - Junioren - Historic - Classic - Trophy - Firmen-Bewerber - Club-Bewerber - Rallye4You
- Gesamtstrecke 493,51 km/ davon 15 WP's 141,10 km (139,59km Asphalt/ 1,51km Schotter)
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