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Ott Tänak gewinnt - Titelentscheidung auf Japan vertagt

Ott Tänak ist der Gewinner der zweiten Auflage der Central European Rally, die an diesem Wochenende als zwölfter von 13 Läufen zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) durch Deutschland, Österreich und Tschechien führte. Der Hyundai-Pilot aus Estland setzte sich gemeinsam mit Co-Pilot Martin Järveoja auf der extrem spannenden Schlussetappe gegen Elvyn Evans /Scott Martin (GBR, Toyota) durch, die das Ziel in Passau mit einem Rückstand von 7,0 Sekunden erreichten. Dritte wurden die Meisterschaftsführenden Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe (BEL / Hyundai). In einem dramatischen Finale wurde Sébastien Ogier (FRA, Toyota) zum tragischen Helden, der sich bis zuletzt einen spektakulär engen Kampf mit Tänk um den Sieg lieferte, aber auf der vorletzten WP nach einem Ausrutscher ausfiel und damit punktelos blieb. Neuville reist mit leicht geschmolzenem Punktepolster zum WRC-Finale nach Japan, hat dort aber beste Chancen auf den Titel. Auch der Kampf um die Krone in der Herstellerwertung bleibt nach der Central European Rally offen, für die die Organisatoren ein zufriedenes Fazit ziehen. Die 18, teilweise äußerst anspruchsvollen Wertungsprüfungen im Herzen Europas sorgten für ein spannendes Geschehen und lockten über das Wochenende gezählt 90.000 Fans aus aller Welt an. Auch die Fortsetzung haben die Veranstalter und WRC-Verantwortlichen bereits fest eingeplant: Die dritte Auflage der Central European Rallye findet vom 16. bis 19. Oktober 2025 erneut in den drei beteiligten Ländern statt. Informationen, News und Impressionen vom Wochenende bietet die offizielle Homepage unter centraleuropeanrally.eu


Foto: CER Media Team

Nach dem Start in Prag waren es zunächst WM-Leader Neuville und Toyota-Speerspitze Sébastien Ogier, die bei äußerst anspruchsvollen Streckenbedingungen das Geschehen an der Spitze bestimmten. Die engen tschechischen Asphaltstrecken erwiesen sich bei leichter Feuchtigkeit als äußerst rutschig und forderten den WM-Start alles ab. Und auch wenn die beiden Spitzenreiter diese Herausforderung meisterten, hielt X$das Wochenende für sie ein Wechselbad der Gefühle bereit: Neuville verlor bei einem Ausritt am Samstagmittag eine halbe Minute und fiel zeitweise bis auf die vierte Position zurück. Ogier schied beim Griff nach der Gesamtführung auf der vorletzten WP aus, als er nach einem kleinen Fahrfehler neben die Strecke geriet und an einen Telegrafenmast prallte. Bis dahin hatte er wie der Sieger des Events ausgesehen, nachdem er am Samstagnachmittag die Gesamtführung erfolgreich verteidigte, nun schied er aber kurz vor dem Ziel punktelos aus. Zuvor hatten die Konkurrenten am Sonntagmorgen zum Angriff geblasen, und der spätere Gesamtsieger Ott Tänak übernahm ab der ersten WP des Finaltages die Spitze des Feldes, die er bis zum Ziel verteidigte. „Sehr schade für Seb, dass er ausgefallen ist“, zollte der Este dem achtfachen Weltmeister Respekt. „Wir haben ebenfalls sehr hart gepusht und mussten einige haarige Momente überstehen. Es ist schön, dass wir die Führung verteidigen konnten und wichtige Meisterschaftspunkte mitnehmen. Trotzdem ist es immer schwierig, gegen einen Freund zu kämpfen, und dann passiert ihm so etwas, da ist es manchmal schwierig, Worte für seine Gefühle zu finden.“

Neuville betreibt am Sonntag Schadensbegrenzung
Thierry Neuville profitierte von Ogiers Ausfall, rückte auf Gesamtposition drei vor und eroberte zudem durch die separate Tageswertung am „Super Sunday“ wertvolle Punkte. Zudem schloss er die abschließende Powerstage als Vierter ab, was zwei weitere Zähler bedeutete. In der WRC-Tabelle ist sein einziger verbliebener Rivale im Titelkampf nun Hyundai-Teamkollege Tänak, der vor der abschließenden WRC Rally Japan 25 Punkte Rückstand hat – bei maximal 30 erreichbaren Punkten je WRC-Wochenende hat der Belgier damit alle Trümpfe in der Hand. So fand er zum Abschluss der Gefühlsachterbahn zu einem versöhnlichen Fazit: „Die Rallye war wirklich herausfordernd. Nach dem Freitag waren wir gut im Rhythmus, aber dann passierte uns ein kleiner Fehler. Danach mussten wir unsere Rallye managen und nach Hause bringen, was geht. Dieses Wochenende hat es mit dem Titel nicht geklappt. Aber Japan steht vor der Tür und wir freuen uns darauf. Nochmals vielen Dank an das Team für das zuverlässige Auto und Entschuldigung für den Fehler.“ Enger geworden ist auch der Kampf in der Herstellerwertung, in der das Hyundai Shell Mobis World Rally Team zwar weiterhin führt, jedoch Toyota Gazoo Racing WRT nur 15 Punkte Rückstand hat.

Deutsche und Tschechische Starter nutzten die Chance, sich in der Rallye-WM zu präsentieren
Auch zahlreiche Piloten aus Tschechien und Deutschland nutzten die Central European Rally für einen Ausflug in die WM vor der eigenen Haustüre. Ein sehr starkes Wochenende zeigten dabei Filip Mareš / Radovan Bucha, die im Toyota GR Yaris als Drittplatzierte der WRC2-Kategorie auf das Podium fuhren. „Ich bin wirklich glücklich und möchte vor allem meiner Frau danken“, freute sich der Lokalmatador. „Wir sind wirklich glücklich über das Ergebnis, das haben wir nicht erwartet. Unsere Saison war voller Höhen und Tiefen, aber das ist das Geschenk am Ende. Ich möchte meinem Team und den tschechischen Fans danken.“ Bestplatzierter deutscher Pilot war Marijan Griebel, der mit Tobias Braun auf dem Beifahrersitz ebenfalls in der WRC2 antrat und auf Platz 13 ins Ziel kam. „Das Wochenende war aufregender als erwartet. Auch heute am vierten Tag der CER war noch volle Konzentration gefragt. Wir haben uns mit der Reifenwahl ein wenig verpokert, das hat uns in der WRC2 am Ende vielleicht ein oder zwei Plätze gekostet. Aber insgesamt sind wir mit der Performance zufrieden. Es war schön, vor so vielen heimischen Fans einen Lauf zur Rallye-WM zu bestreiten.“

Organisatoren freuen sich auf die dritte Auflage der CER im Jahr 2025
Die Organisatoren der Central European Rallye aus Deutschland, Österreich und Tschechien setzten auch für die zweite Auflage des Events alles daran, Zuschauern und Teilnehmern ein erstklasiges Motorsport-Festival zu bieten. 90.000 Fans aus aller Welt strömten über das Wochenende in die Rallye-Region und sorgten für eine tolle Kulisse an den über 40 Zuschauerpunkten. „Wir konnten dank der erneut hervorragenden internationalen Zusammenarbeit mit drei starken Partnern eine sehr anspruchsvolle Asphaltrallye auf einem Niveau organisieren, dass der WRC würdig ist“, sagt Dr. Gerd Ennser, Sportpräsident ADAC e.V. „Das Feedback von Fahrern und Teams zum sportlichen Anspruch bekräftigt uns darin, dieses Drei-Länder-Konzept auch in Zukunft weiterzuführen.“ Eine große Bestätigung ihrer Arbeit erhielten die Veranstalter bereits vor der Rallye, als die WRC die CER in ihren Kalender 2025 aufnahm. Die dritte Auflage ist für den 16. bis 19. Oktober 2025 fest geplant. JUDr. Jan Šťovíček, Ph. D., Präsident ACCR sagt: „Wir als Organisatoren haben aufbauend auf den Erfahrungen des vergangenen Jahres zahlreiche Detailverbesserungen umgesetzt, die für spannenden Sport und besten Fanservice gesorgt haben. Daran werden wir auch im kommenden Jahr anknüpfen und versprechen, das Event konsequent weiterzuentwickeln.“ Mit ihrem internationalen Drei-Länder-Format hat die Central European Rally eine Alleinstellung im Kalender der WRC, und Prof. Dr. Harald Hertz, Präsident AMF bekräftigt: „Die Central European Rally ist gelebte Völkerverständigung. Das gilt für die Organisatoren ebenso wie für unsere Gäste. Denn auch für die Aktiven, die Teams, die WRC-Organisatoren und natürlich für die Fans aus aller Welt konnten wir ein tolles Rallye-Fest mit spannendem Sport im Herzen des europäischen Kontinents bieten. Darauf dürfen alle Beteiligten stolz sein.”

Zeitplan - Časový Harmonogram - Timetable

WP / SS Name der Prüfung Länge in km Start 1.Fzg. Details
Donnerstag 17.10.2024
SD Točnà 2,05 km 09:01 Uhr
WP 1 Velkà Chuchle 2,55 km 15:00 Uhr
WP 2 Klatovy 1 11,78 km 18:26 Uhr Onboard
Freitag 18.10.2024
WP 3 Klatovy 2 11,78 km 08:02 Uhr
WP 4 Strašin 1 26,69 km 09:32 Uhr Onboard
WP 5 Šumavskè Hoštice 1 16,85 km 10:42 Uhr Onboard
WP 6 Klatovy 3 11,78 km 13:11 Uhr
WP 7 Strašin 2 26,69 km 16:14 Uhr
WP 8 Šumavskè Hoštice 2 16,85 km 17:24 Uhr
Samstag 19.10.2024
WP 9 Granit und Wald 1 20,05 km 07:58 Uhr Onboard
WP 10 Beyond Borders 1 24,33 km 09:05 Uhr Onboard
WP 11 Schärdinger Innviertel 1 17,35 km 10:34 Uhr Onboard
WP 12 Granit und Wald 2 20,05 km 14:28 Uhr
WP 13 Beyond Borders 2 24,33 km 15:35 Uhr
WP 14 Schärdinger Innviertel 2 17,35 km 17:04 Uhr
Sonntag 20.10.2024
WP 15 KNAUS TABBERT Am Hochwald 1 12,17 km 09:11 Uhr Onboard
WP 16 Passauer Land 1 14,87 km 10:35 Uhr Onboard
WP 17 KNAUS TABBERT Am Hochwald 2 12,17 km 11:33 Uhr
WP 18 Passauer Land 2 14,87 km 13:15 Uhr Powerstage
Gesamt WP-km: 302,51 ;   Ziel 1.Fzg. 15:00 Uhr

Ogier mit Tagessieg nach Ausritt von Neuville

Sébastien Ogier (Toyota) ist der Gesamtführende nach der Samstagsetappe bei der Central European Rally. Der Franzose setzte sich in einem spannenden Kampf auf den sechs Wertungsprüfungen in Deutschland und Österreich gegen Ott Tänak (EST, Hyundai) durch, der nach 14 von 18 insgesamt zu absolvierenden Prüfungen 5,2 Rückstand aufweist. Dritter wurde Elfyn Evans (GBR, Toyota), während WRC-Spitzenreiter Thierry Neuville nach einem Ausritt am Vormittag viel Zeit einbüßte und auf Platz vier zurückfiel. Da in der WRC für das Klassement am Samstagabend bereits die ersten Punkte des Wochenendes vergeben werden, verliert Meisterschaftsleader Neuville nun ein wenig von seinem Vorsprung auf seine Verfolger. Vor den abschließenden Sonntagsprüfungen gewinnt das sportliche Geschehen damit weiter an Spannung. Wer die spektakulären Fights der WRC-Piloten live vor Ort erleben möchte, der kann auch am Sonntag an jedem Zuschauerpunkt Tickets erwerben. Alle Informationen für Besucher und Daheimgebliebene bietet die offizielle centraleuropeanrally.eu


Foto: CER Media Team

Auf der Vormittagsschleife mit drei Wertungsprüfungen machten die zunächst recht rutschigen Streckenbedingungen den Piloten zu schaffen: Der am Morgen stellenweise in der Luft hängende leichte Nebel sorgte in Kombination mit Herbstlaub und etwas Schmutz für teils schwer kalkulierbare Verhältnisse, die für so manchen „Aha“-Moment sorgten. Der als Führender in den Tag gestartete Thierry Neuville verteidigte seinen äußerst knappen Vorsprung auf den ersten beiden Prüfungen des Tages, verlor dann aber auf der dritten WP mehr als eine halbe Minute, als er nach einem Ausritt sogar kurzfristig in einem Straßengraben festhing. Der WM-Aspirant fiel so auf Rang vier zurück und musste zugeben: „Es waren schwierige Bedingungen, und meine Pacenotes waren etwas optimistisch. Die Führung zu verlieren, ist natürlich enttäuschend“. In der Folge wechselte er zu einer vorsichtigeren Strategie: „Am Nachmittag konnten wir nach vorne niemanden einfangen und auch von hinten nicht eingeholt werden, wenn wir keinen Fehler machen. Deswegen mussten wir einfach ruhig durchkommen. Morgen geben wir nochmal Gas, nehmen hoffentlich einige Punkte mit und schauen vor allem, dass wir das Ziel erreichen.“

Ogier kontert im entscheidenen Augenblick
Sébastien Ogier / Vincent Landais im Toyota GR Yaris Rally1 Hybrid gingen als Führende in die Nachmittagsrunde, musste aber fighten, um den Vorsprung auch zu behalten. Denn Ott Tänak zeigte nach der Mittagspause einen echten Blitzstart und rückte mit einer WP-Bestzeit bis auf 1,1 Sekunden an Ogier heran. Der allerdings zeigte keine Nerven und gewann bei den nun trockenen und damit sehr schnellen Streckenbedingungen die beiden verbleibenden WPs des Tages. So konnte er seine Führung verteidigen und sicherte sich damit 18 Punkte für den Tagessieg vor Tänak und Evans. „Der Nachmittag war wirklich schön, die Streckenbedingungen waren gut, wir hatten guten Grip und konnten das Auto am Limit bewegen“, schilderte Ogier im Tagesziel. „Nun liegen wir in Führung. Das ist gut – aber der Vorsprung ist wirklich nicht groß. Da ist noch alles drin.“ Wichtig für das Führungstrio aus Ogier, Tänak und Evans war, Neuville hinter sich zu lassen, denn alle drei konnten durch die gewonnenen Punkte ein wenig vom Rückstand auf den WM-Spitzenreiter aufholen. Auch wenn dieser mit einem nach wie vor satten Punktepolster in den finalen Rallyetag geht, sorgt die zusammengerückte Spitzengruppe für zusätzliche Würze.

Sonntag – der Tag der Entscheidungen
Am morgigen Sonntag stehen bei der Central European Rally vier Wertungsprüfungen mit kompakten 54 Kilometern auf Bestzeit auf dem Programm. Zum „Finale furioso“ kann diese letzte Etappe auch deshalb werden, weil Thierry Neuville hier nach wie vor die Möglichkeit hat, sich doch noch vorzeitig die Krone in der Rallye-WM aufzusetzen. Für Besucher wird der Tag aber nicht nur dadurch besonders attraktiv, sondern auch weil das Programm voller Höhepunkte steckt. So veranstaltet Hauzenberg als Zentrum des ADAC Opel eRallye-Cups einen verkaufsoffenen Sonntag, an dem es eine Zeitkontrolle samt Teilnehmer-Vorstellung auf dem Rathausplatz gibt. Rund um das KNAUS-TABBERT-Werk gibt es auf der Hochwald-Prüfung (WP 15/17) eine gigantische Zuschauerzone, in der viel zu entdecken ist. Das Beste: Hier startet auch ein Shuttle zum Ziel der finalen Prüfung „Passauer Land“: Auf der als „Power Stage“ gewerteten rund 17 km langen Prüfung gibt es die letzten Zusatzpunkte des Wochenendes zu erobern und auf die schnellsten Piloten der Rallye wartet hier die „Flower Ceremony“. Die Siegerpokale für sie und alle anderen Gewinner und Platzierten gibt es dann allerdings erst ab 15:30 Uhr bei der Siegerehrung vor dem historischen Rathaus von Passau.

Immer informiert: Smartphone-App, Homepage und mehr
Die Central European Rally informiert Zuschauer und die Fans in aller Welt mit einem breiten Angebot an Plattformen, die für jeden Geschmack etwas bieten. Zentraler Anlaufpunkt ist die offizielle Homepage centraleuropeanrally.eu, auf der Besucherinfomationen, News und Stimmen vom laufenden Geschehen und viele weiterführende Links zu finden sind. Auch über die Social-Media-Kanäle des Events bleibt man hautnah am Geschehen (facebook.com/wrccer | instagram.com/cerwrc | tiktok.com/@cerwrc). Wer alle Informationen kompakt direkt auf seinem Smartphone haben möchte, ist mit der TW-Sportsoft-App bestens beraten, die Besucherinformationen, Timing und wichtige News zur Rallye liefert. Ein besonderer Tipp ist außerdem die Mitfahrer-App „ADAC Pendlernetz“, mit der sich Rallyefans zu Fahrgemeinschaften zusammenfinden können. Das geht ganz schnell, ist praktisch und umweltschonend – und bietet obendrein die Möglichkeit, an jedem Rallyetag attraktive Preise zu gewinnen.
Beinhartes Duell zwischen Thierry Neuville und Seb Ogier am Freitag

Die Central European Rally ging am Freitag auf Rundtour in Tschechien: Sechs Prüfungen mit insgesamt rund 111 Kilometern standen auf dem Programm des zweiten Veranstaltungstages, die den Piloten alles abverlangten: Wechselhafte Streckenbedingungen mit teilweise unkalkulierbaren Verhältnissen und vielen Belagwechseln sorgten für sportliche Hochspannung. Mit den fordernden Bedingungen kam Thierry Neuville am besten zurecht, der die zweite Etappe als Gesamtführender mit einem Vorsprung von 6,4 Sekunden auf Sébastien Ogier abschloss. Am Freitagabend trafen die WRC-Teams zum Abschluss des Tages im bayerischen Bad Griesbach ein, das für die zweite und Dritte Tagesetappe der Dreh- und Angelpunkt sein wird. Von hier aus geht es ab morgen auf die verbleibenden zehn WPs in Deutschland und Österreich. Wer das Geschehen vor Ort mitverfolgen möchte, erhält Tickets vor Ort an allen Zuschauerpunkten der Rallye. Alle wichtigen Infos sowie aktuelle News und Stimmen bietet die offizielle Homepage unter centraleuropeanrally.eu


Foto: CER Media Team

WM-Titelaspirant Thierry Neuville (Hyundai) und Toyota-Speerspitze Sébastien Ogier lieferten sich am Freitag zunächst ein spannendes Duell um die Führung, wobei der französische Toyota-Pilot auf den ersten Prüfungen des Tages seinen knappen Vorsprung verteidigen konnte. Doch Neuville machte Boden gut und übernahm ab WP 5 die Spitze des Klassements – allerdings immer dicht verfolgt von seinen Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft: Ogier sowie Neuvilles Teamkollege Ott Tänak blieben dem Belgier stets auf den Fersen. Beim aufregenden Kampf auf wechselnden Belägen in den waldreichen tschechischen Prüfungen konnte tatsächlich kein Pilot dominieren: Die Bestzeiten auf den ersten vier Prüfungen am Freitag gingen an vier unterschiedliche Piloten, wobei neben Neuville, Ogier und Tänak auch Elfyn Evans (Toyota) und Takamoto Katsuta (Toyota) Bestzeiten notieren ließen. „Es war ein echt guter Tag – ich war erstaunt, wie gut es heute lief", freute sich Spitzenreiter Neuville beim abendlichen Service im bayerischen Bad Griesbach. „Unser Rhythmus passte, die Performance war zu jederzeit da und wir konnten eine kleine Führung herausfahren. Auch wenn es nur 6,4 Sekunden sind – das ist besser als nichts. Die schwierigsten Strecken und Bedingungen liegen jetzt hinter uns, das ist die gute Nachricht. Aber das Wochenende ist noch lang. Morgen wird es sehr technisch mit vielen Abzweigen und Gräben, von denen man sich fernhalten muss. Wir versuchen einfach, das gute Gefühl von heute mit in diesen neuen Tag zu nehmen.“

Samstag gibt es noch mehr Rallye-Action
Der Samstag führt die Rallye-WM-Teams nach Bayern und Österreich: Mit über 123 km bilden die sechs anstehenden Prüfungen die Königsetappe der Central European Rally, auf der zudem bereits die ersten Entscheidungen fallen, denn der Gesamtführende am Samstagabend erhält 18 Meisterschaftspunkte gutgeschrieben. Einen besonderen Höhepunkt des Tages bildet die grenzüberschreitende WP „Beyond Borders“, auf der die WRC-Asse in Bayern starten und in Österreich ins Ziel gelangen. Der zweitplatzierte Sébastien Ogier tritt dabei voll motiviert an: „Wir sind in Schlagdistanz zum Führenden und kämpfen um den Sieg mit“, so der achtfache WRC-Champion. „Am Samstag erwarten uns andere Strecken als heute. Wichtig ist auch, dass wir ähnliche Startpositionen am Endes des Feldes haben, weil sich die Startreihenfolge der WRC1-Piloten am Samstag umdreht. Wir wissen aber, dass Thierry auf Straßen-WPs wie hier bei der Central European Rally schnell ist. Die Herausforderung ist, ihn möglichst unter Druck zu setzen.“

Die Teilnehmer der WRC werden am Samstag und Sonntag auch ergänzt von den Startern des ADAC Opel Electric Rally Cups. Der erste vollelektrische Rallye-Markenpokal absolviert die Prüfungen „Granit und Wald“ und „Beyond Borders“. Seine Teilnehmer sorgen damit für noch mehr Action auf den Prüfungen – und für Rallye-WM-Stimmung in Hauzenberg: Die Stadt im südlichen bayerischen Wald ist an diesem Wochenende der Ausgangspunkt für den Cup, der dort am bevorstehenden verkaufsoffenen Sonntag sogar eine Zeitkontrolle mit Fahrer-Interviews auf dem Rathausplatz mitten im Ortszentrum absolviert.

Immer Up-to-date: Central European Rally informiert umfassend
Wer über die Central European Rally auf dem Laufenden bleiben möchte, der ist auf der offiziellen Homepage unter centraleuropeanrally.eu genau richtig. Sie bietet alle Infos und News sowie Links zu vielen weiteren Informationen. Newsflashes und emotionale Highlights zum WRC-Lauf durch Deutschland, Österreich und Tschechien gibt es außerdem auf den Social-Media-Kanälen des Events (facebook.com/wrccer | instagram.com/cerwrc | tiktok.com/@cerwrc). Immer in Griffweite bleibt das Geschehen mit zwei leistungsfähigen Smartphone-Apps: Zuschauer-Informationen wie die Lage der Fanzonen, Zwischenstände, Hinweise zu Straßensperrungen und vieles mehr bietet die „TW Sportsoft“-App. Sie ist ebenso kostenlos wie die preisgekrönte ADAC Pendlernetz-App. Letztere macht es ganz einfach, sich mit den Fans aus aller Welt zu Fahrgemeinschaften zusammenzufinden – das hilft, den CO2-Fußabdruck des Events zu verkleinern und die Verkehrslage im Sinne aller Besucher zu entlasten. Außerdem wird die Bildung von Fahrgemeinschaften belohnt: Jeden Tag gibt es direkt in der App wertvolle Preise zu gewinnen.
CER 2024 läuft - nach 2 WP's Ogier 0,9sec vor Neuville

Start frei für die Central European Rally 2024. Staatspräsident Peter Pavel schickte die Stars der WRC am Donnerstagmittag im Herzen der tschechischen Hauptstadt Prag auf die Reise, die sie bis Sonntag über 18 Wertungsprüfungen mit knapp über 302 km Topspeed-Kilometer führt. Erneut stehen dabei Strecken in Deutschland, Österreich und Tschechien auf dem Plan. Und wie bereits im vergangenen Jahr können die selektiven Asphaltpisten in der Mitte Europas über den Weltmeistertitel entscheiden. Schon auf den ersten beiden Prüfungen der kurzen Prolog-Etappe am Donnerstag kam es zu einem sehr spannenden und äußerst knappen Schlagabtausch der WRC-Stars, bei dem Toyota-Speerspitze Sébastien Ogier am Ende die Nase vorne hatte. Der derzeitige WRC-Dritte liegt vor der zweiten Etappe am Freitag mit 0,9 Sekunden denkbar knapp in Führung. Informationen zum Event, News und Stimmen der Piloten gibt es stets aktualisiert auf der offiziellen Homepage unter centraleuropeanrally.eu


Foto: CER Media Team

Viele Fans aus aller Welt strömten am Donnerstag zum Prager Präsidentenpalast, vor dem die Startrampe für den zwölften von 13 WRC-Läufen aufgebaut war. Sie erlebten einen stimmungsvollen Start, um den herum sich ein volles Programm mit Autogrammstunden und Interviewrunden spannte. Besonders euphorisch: Die Fans aus Belgien, denn bei der Central European Rally hat WRC-Tabellenführer Thierry Neuville (Hyundai, 207 Punkte) die Chance, den WM-Titel erstmals in das Land der Flamen und Walonen zu holen. Er führt im Kampf gegen seinen zweitplatzierten Teamkollegen Ott Tänak (EST, 178) und Toyota-Ass Sébastien Ogier (166) derzeit komfortabel. Die WM-Krone setzt sich der Belgier bei maximal 30 zu vergebenden Punkten am Wochenende auf, wenn er mindestens zwei Punkte mehr holt als Tänak und nicht mehr als zehn Punkte des Vorsprungs auf Ogier verlieren. „Unser Plan ist, die Rallye in einem guten Rhythmus zu absolvieren, unsere Linie zu finden und sie zu genießen“, gab sich Thierry Neuville am ersten Tag relaxt. „Wir hoffen alle, dass wir an diesem Wochenende den Titel holen können, aber wir müssen abwarten. Wenn wir uns wohl fühlen und alles gut läuft: warum nicht? Andererseits sind es noch zwei Monate bis Saisonende, und wir müssen weitermachen, in unserem Rhythmus und unserer Strategie.“

Ogier und Neville im Fight um Sekundenbruchteile
Schon beim Shakedown ließ Neuville allerdings keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen, als er auf der 2,1 km kurzen Test-Strecke die schnellste Zeit markierte. Doch beim ersten Schlagabtausch nach dem stimmungsvollen Start auf dem Prager Hradschin war es dann Toyota-Mann Ogier, der die Nase vorne hatte: Vor den vollen Zuschauerrängen der Galopprennbahn Velká Cuchle zeigte der achtfache WRC-Champion auf der Super Special Stage einen Blitzstart und holte die WP-Bestzeit 0,6 Sekunden vor seinem Markenkollegen Takamoto Katsuta. Neuville dagegen erlebte einen Aha-Moment, als er einen Strohballen der Streckenbegrenzung touchierte und dabei seinen Kotflügel lädierte. Der Belgier konterte aber bereits auf der stimmungsvollen Abendprüfung von Klatovy, auf der er vor Teamkollege Tänak und Ogier die Bestzeit notieren ließ. Dennoch hatte am Ende Ogier die Nase vorne, denn in der Addition beider Prüfungen lag er 0,9 Sekunden vor dem Neuville uns sorgte damit für denkbar spannende Vorzeichen für den zweiten Rallyetag. „Thierry hat einen ziemlich komfortablen Vorsprung in der WRC, das erinnert mich an meine erste Meisterschaftssaison“, analysiert Spitzenreiter Ogier und verspricht einen harten Kampf: „Aber er muss den Job trotzdem erst zu Ende bringen. Es ist nie vorbei, bis es vorbei ist.“ Nach der kurzen Auftaktetappe freut er sich deshalb auf Tag zwei: „So ist es oft an einem Donnerstag, morgen wird es mehr Action geben.“

Herausfordernde Strecken am Freitag
Ogier startet nun als Gesamtführender in den zweiten Wettbewerbstag, der über sechs Wertungsprüfungen in Tschechien führt, die es auf gut 111 km bringen. Nach dem kurzen Prolog werden die äußerst anspruchsvollen Strecken die ersten echten Entscheidungen bringen. Erneut ist dabei gleich doppelt die Prüfung von Klatovy einer der Zuschauermagneten, denn auf dem 11,8-km-Kurs stehen nach der Abendprüfung am Donnerstag die Durchgänge zwei und drei auf dem Programm. Die zwei Mal absolvierte Prüfung Strasin ist mit ihren fast 27 km die längste WP der Rallye und führt wie die anderen tschechischen Strecken durch enge, oft bewaldete Pisten, auf denen schon der kleinste Fehler das Aus bedeuten kann. „Die Central European Rallye ist herausfordernd“, beschreibt Thierry Neuville. „Die tschechischen WPs am Freitag sind dabei besonders anspruchsvoll. Das wird nicht einfach. Am Samstag und Sonntag stehen uns tolle WPs bevor, auf denen wir sicher viel Spaß haben werden. Die Organisatoren haben einen guten Job gemacht und viele Anti-Cuts platziert. Dadurch sollte die Strecke einigermaßen sauber bleiben und der Wettbewerb fair sein.“

Tickets vor Ort, alle Informationen komfortabel
Wer die Central European Rallye vor Ort verfolgen will, hat über 40 Zuschauerpunkte zur Auswahl. Sie sind im Umfeld ausgeschildert und ganz einfach zu finden: Die Zufahrten sind auf den wichtigsten Hauptverkehrsstraßen im Umfeld der Strecken jeweils beschildert. Jede Fanzone ist mit einer eindeutigen Fanzonen-Zahlen-Kombination benannt, wobei der Fanzonen jeweils eine WP kennzeichnet und die Ziffern fortlaufend sind. Direkt an den Zugängen sind dort Tickets (Stage Passes) für die jeweilige Wertungsprüfung erhältlich. Eintrittskarten für alle WPs der einzelnen Veranstaltungstage sowie für das gesamte Wochenende gibt es ausschließlich an den beiden zentralen Verkaufsstellen in Bad Griesbach (Welcome Center) und Klatovy (Ticket Service). Alles Wissenswerte rund um die Central European Rally inklusive News und Stimmen von allen Wertungsprüfungen gibt es im Internet unter centraleuropeanrally.eu. Wer die Rallye über sein Smartphone verfolgen will, der ist mit der TW Sportsoft-App perfekt ausgestattet – dort sind alle wichtigen Infos gerade auch für Besucher vor Ort kompakt zusammengefasst. Die Veranstalter rufen die Fans außerdem dazu auf, für die Anreise auf Fahrgemeinschaften zu setzen. Dazu ist die preisgekrönte ADAC Pendlernetz-App genau das richtige Tool, das nicht nur eine komfortable Vernetzung zu Fahrgemeinschaften ermöglicht, sondern zusätzlich auch attraktive Preise unter den Rallyebesuchern verlost.
- Prädikate/Wertungen: FIA WRC for Drivers, FIA WRC for Co-Drivers, FIA WRC for Manufacturers, FIA WRC for Teams, FIA WRC2 for Drivers, FIA WRC2 for Co-Drivers, FIA WRC2 Challenger for Drivers, FIA WRC2 Challenger for Co-Drivers, FIA WRC2 for Teams, FIA WRC Masters Cup for Drivers, FIA WRC Masters Cup for Co-Drivers, FIA WRC3 for Drivers, FIA WRC3 for Co-Drivers
- Gesamtstrecke 1585,66 km/ davon 18 WP's 302,51 km

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