- 21.03.2026
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R70
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Endergebnis
Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Nachbericht
Die 35. ADAC Rallye Buten un Binnen (21.03.2026) lockte als dritter Lauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup 54 Teams ins Rallye-Zentrum nach Bruchhausen-Vilsen. Die sechs Wertungsprüfungen, vier davon auf dem Gelände der Eickhofer Heide, dem früheren IVG-Übungsplatz, forderten ihren Tribut, nur 36 Teams rollten ins Ziel. Die Wetterlage war bewölkt bis heiter, die Stimmungslage bei einigen Teams sicherlich ähnlich, allerdings in der anderen Reihenfolge. Lange sahen die amtierenden Deutschen Rallyemeister Marijan Griebel / Ella Kremer im Škoda Fabia RS Rally2 wie die sicheren Sieger aus. Deutliche Bestzeiten auf allen Wertungsprüfungen, dann kam die Strafminute auf WP 1 für den umstrittenen Fehler an einer Zeitkontrolle. „Sportlich war es ein sehr wertvoller Test, eine gute Vorbereitung für die Saison. Diese sehr umstrittene Entscheidung an der Zeitkontrolle sorgte allerdings für ein unschönes Ende“, formulierte Griebel seinen Unmut.

Foto: Sascha Dörrenbächer
So ging der Sieg wie im vergangenen Jahr an den Niederländer Yannik Vrielink („auf diese Art möchte niemand gewinnen“), der mit Harm van Koppen einen Citroën C3 Rall2 pilotierte. Seine dänischen Markenkollegen Kenneth Madsen / Mats Dalsager belegten Platz zwei. Das internationale Podium wurde durch die Niederländer Kevin van Deijne / Lisette Bakker in ihrem Fabia RS komplettiert. Griebel rutschte nach der Minutenstrafe mit einem Rückstand von 35,9 Sekunden auf die Sieger auf Rang vier vor seinen Teamchef Dennis Rostek mit Stefan Kopczyk in einem weiteren Fabia RS.
Pöttgen übernimmt die Ravenol DRC-Führung
Mit dem dritten Klassensieg in der NC8 in Folge übernahmen Niklas Pöttgen / David Wölwer in ihrem seriennahen Ibiza die Führung in der Ravenol-DRC-Zwischenwertung nach drei Läufen. Die Titelverteidiger schufen sich so gute Voraussetzungen auch für die laufende Saison. „Wir sind absolut fehlerfrei durch das sehr anspruchsvolle IVG-Gelände gekommen, was immer wieder irre viel Spaß macht,“ freute sich das Duo im Ziel. „Es ist ein großartiges Gefühl an der Spitze zu sein und wir werden alles daransetzen, dort zu bleiben. Es ist aber nur eine Momentaufnahme, weil wir nun die einzigen mit drei Ergebnissen sind. Natürlich bleibt es unser Ziel, den DRC-Titel zu verteidigen.“ Für Pöttgen wäre es dann der dritte Titel in Folge. Mit den Punkten für zwei Klassensiege liegt der Schweizer Mathias Schläppi, der diesmal aussetzte, auf dem zweiten Platz.

Foto: Sascha Dörrenbächer
Die Brüder Niklas und Gerrit Möller schoben sich mit ihrem zweiten Top-Resultat auf den dritten Platz nach vorne. „Wir sind einfach nur super Happy. Christian Riedemann ist in unserer Klasse NC3 nicht zu schlagen, deshalb sind wir mit dem zweiten Klassenplatz sehr zufrieden“, freute sich das Geschwister-Duo im Ziel. „Wir hatten im letzten Jahr bereits gute Ergebnisse, sind aber einfach nicht genügend Veranstaltungen gefahren. Dieses Jahr werden wir kontinuierlich starten und schauen, was dann am Saisonende dabei herauskommt. Heute hat einfach alles gepasst.“ Mit den Punkten für den dritten Klassenplatz hinter Lokalmatador Nico Knacker und Karl-Otto Niebäumer in der RC4 schoben sich Konstantin Keil / Jennifer Gräfe im Opel Corsa RC4 auf den vierten DRC-Zwischenrang nach vorne.
Zeitplan
| WP / SS | Name der Prüfung | Länge in km | Start 1.Fzg. | Details |
|---|---|---|---|---|
| Samstag 21.03.26 | ||||
| WP 1 | RK Maiwiese 1 | 12,00 km | 11:44 Uhr | |
| WP 2 | RK Heister Berge 1 | 14,95 km | 12:07 Uhr | |
| WP 3 | Calle - Schierenhop - Brebber 1 | 6,80 km | 12:55 Uhr | |
| WP 4 | RK Maiwiese 2 | 12,00 km | 14:43 Uhr | |
| WP 5 | RK Heister Berge 2 | 14:95 km | 15:06 Uhr | |
| WP 6 | Calle - Schierenhop - Brebber 2 | 6,80 km | 15:54 Uhr | |
| Gesamt WP-km: 67,50 ; Ziel 1.Fzg. Uhr | ||||
Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Vorbericht
Für viele Teams wird es nicht einfach, am kommenden Samstag bei der 35. ADAC Rallye Buten un Binnen (21.03.2026) einfach zur Tagesordnung überzugehen. Zu groß sind noch die Nachwirkungen des schrecklichen Unfalls am letzten Wochenende im Hessischen Bergland. „Es tut einfach richtig weh“, fasst Konstantin Keil die Stimmung der DRC-Familie zusammen, „zumal ich mit Nina meine Rallyelaufbahn begonnen habe.“ Der dritte Lauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup bei der ‚BuBi‘ lockt neben den DRC-Teams auch viele Top-Piloten an den Start. Zwei der drei je zweimal zu absolvierenden Wertungsprüfungen finden auf dem Gelände der Eickhofer Heide, dem früheren IVG-Übungsplatz statt. Die engen und kurvenreichen Asphaltsträßchen wirken wie ein Irrgarten, den scharfkantigen Streckenbegrenzungen hält kein Reifen stand. Genau dieses Gelände ist auch das Kernstück des DRM-Laufes in Sulingen, eine gute Gelegenheit für die erste Liga bei der BuBi im DRC-Feld noch etwas Erfahrung zu sammeln.
Marijan Griebel führt die Meisterriege an
Angeführt wird das Feld vom fünffachen Deutschen Rallye Meister Marijan Griebel, der auch diesmal gemeinsam mit Ella Kremer im Škoda Fabia RS Rally2 auf die Jagd zum fünften Titel geht. „Das Gelände ist super, das sind im gesamten Rallyejahr sehr besondere Wertungsprüfungen.
Durch die engen Wege und den vielen Dreck eine der schwierigsten, auch im internationalen Vergleich,“ freut sich Griebel auf die „coole Herausforderung“ als Saisonvorbereitung. Hinter ihm rollen die Niederländer Yannik Vrielink / Harm van Koppen im Citroën C3 Rally2 als Vorjahressieger über die Rampe. Die zweifachen niederländische Meister Dennis Rostek (BuBi-Sieger 2021 und 2011) gehen in einem weiteren Fabia RS an den Start. Der dänische Meister von 2022 und 2024, Kenneth Madsen, folgt mit Mats Dalsager ebenfalls in einem Citroën C3. Kevin van Deijne, der niederländische Meister von 2023, startet mit Lisette Bakker in einem Škoda Fabia RS.
Mit Startnummer sechs folgen die Lokalmatadoren Nico Knacker / Enrico Flores-Trigo zwar ‚nur‘ in einem Citroën DS3 R3 Max in der RC4, mit seiner exzellenten Streckenkenntnis konnte Knacker 2024 die ‚BuBi‘ gewinnen. Die Top-Ten werden abgeschlossen von Christian Riedemann / Michael Wenzel. Im kleinen Citroën C2R2 max sind sie immer für Überraschungen gut. Zumal Riedemann das Gelände wie seine Westentasche kennt.

Foto: Sascha Dörrenbächer
Kann Niklas Pöttgen die DRC-Führung übernehmen?
Aktuell liegen Niklas Pöttgen / David Wölwer in Ihrem seriennahen Seat Ibiza (NC8) auf dem zweiten DRC-Platz knapp hinter Mathias Schläppi. Der Schweitzer ist allerdings nicht am Start, so dass Pöttgen mit einem weiteren Resultat die Führung übernehmen könnte. Für Pöttgen ist es bereits der dritte DRC-Start am dritten aufeinanderfolgenden Wochenende: „Wenn's so läuft wie im Moment und man nach jeder Veranstaltung nur eine kurze Durchsicht am Fahrzeug vornehmen muss, kann das bis in den Herbst gerne so weiter gehen“, erklärt der amtierende DRC-Titelträger schmunzelnd. „Diese Prüfungen suchen ihresgleichen in Deutschland und sind eine ganz besondere Herausforderung. Hier kann man sich fahrerisch beweisen und auch mit wenig Leistung vorne mitmischen, allerdings wird auf den schlechten Straßen mit wenig Auslaufzone jeder Fehler sofort bestraft.“
Konstantin Keil / Jennifer Gräfe stiegen im Opel Corsa Rally4 letzte Woche in Melsungen mit einem Klassensieg in die DRC-Saison ein und treten nun an, ihr Konto aufzustocken. „Früher war das IVG-Gelände für mich das reine Grauen,“ bekennt Keil. „Nachdem dann Steffi (Fritzensmeier) zu mir ins Auto kam und meinen Schrieb verbesserte, hatte ich viel Spaß hier. Diese Erfahrung kann ich nun an meine junge Co-Pilotin weitergeben.“ Der Nordhesse erklärt auch seine Taktik: „Wir versuchen immer schnell und vor allem sauber zu fahren, um Reifenschäden zu vermeiden.“
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- Nennschluß 01.03. 24:00 Uhr / 14.03. 07:00 Uhr
- Prädikate/Wertungen: Ravenol Deutscher Rallye Cup, Ravenol DRC, Niedersächsische Rallyemeisterschaft, Rallyemeisterschaft Weser-Ems, Rallyepokal Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Rallyepokal ADAC Nordrhein, Hansa Rallyepokal, Rallye Cup Nord, Schleswig-Holsteinische Rallyemeisterschaft, Schleswig-Holsteinisches ADAC-Wagensportchampionat,
- Gesamtstrecke ca. 205 km/ davon 6 WP's ca. 68 km (Asphalt 67,5/Schotter 0,5)
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