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Nachbericht

Die Rebenland Rallye 2026 mutierte fast die ganze Zeit zur Showbühne für den Oberösterreicher Michael Lengauer. Der Lokomotivführer aus Grünberg bei Freistadt überraschte die Experten mit einer unglaublichen Performance. Er entzauberte den Favoriten Simon Wagner lange Zeit praktisch in dessen Wohnzimmer. Immerhin galt der fünffache Staatsmeister als Rebenland-Sieger der letzten vier Jahre naturgemäß auch heuer als Siegertipp Nummer 1. Doch Michael Lengauer kam immens selbstbewusst in die Südsteiermark, beteuerte schon im Vorfeld der Rallye seine Siegesabsichten, wenngleich er sich der riesigen Hürde namens Wagner bewusst war.

Foto: Harald Illmer

Mit sechs Bestzeiten in sechs Prüfungen am Tag 1 untermauerte der schnelle Skoda-Pilot seinen Wunsch zunächst eindrucksvoll, ging mit 24 Sekunden Vorsprung auf Wagner in den zweiten und letzten Renntag. Dort versuchte Simon Wagner in der Früh gleich von Beginn an, Druck aufzubauen und Lengauer mit schnellen Zeiten zu verunsichern. Was ihm mit drei Bestmarken auf den ersten drei Prüfungen auch kurz gelang. Doch mitten im Flow von Wagner schlug Lengauer wieder zurück. Ausgerechnet auf den beiden langen Rundkursen Eichberg (14,7 km) und Schlossberg (20,7 km), wo Wagners Großangriff erwartet wurde, gelang Lengauer mit zwei Bestzeiten der vermeintlich entscheidende Gegenschlag. Den Rest der diesjährigen Rebenland Rallye wollten er und Copilot Jürgen Rausch nur noch nützen, um den Triumph ohne unnötiges Risiko ins Ziel zu bringen. Was folgte, war ein kurzer Regenguss und somit ein Albtraum für den Spitzenreiter. Ein Ausritt in die Wiese auf der vorletzten Prüfung in Schlossberg war Lengauers erster Fehler an diesem Wochenende und wahrscheinlich genau jener, mit dem nicht einmal Simon Wagner mehr rechnete, den er aber gnadenlos nützte. Von 24,9 Sekunden Vorsprung blieben Lengauer für die letzten 7,7 Kilometer, der Powerstage in Eichberg, gerade einmal 1,3 Sekunden. Ein Nervenkrimi war eröffnet, ein nicht mehr erwarteter Showdown urplötzlich Realität! Und diesen nützte Simon Wagner am allerletzten Drücker zu seinem fünften Leutschach-Sieg in Folge. 1,1 Sekunden entschieden die Rebenland Rallye 2026! Und zurück blieb mit Michael Lengauer ein irgendwie tragischer Held!


Foto: Harald Illmer

Platz drei ging mit Respektabstand zum Power-Duo an den Weizer Kevin Raith (Ford Fiesta Rally2), der damit nicht nur bester Steirer wurde, sondern sich durch den Podestplatz auch in die Liste der österreichischen Prioritätsfahrer einreiht. Stimmen vom Podest
Sieger Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2): „Ja, unverhofft kommt oft. Aber wir haben nie wirklich aufgegeben, immer an unsere Chancee geglaubt. Ich war nach meiner Nasen-Operation gesundheitlich auch nicht ganz auf der Höhe. Gratulation an Lengi, er hat hier eine echt starke Leistung gezeigt. Ich hoffe, dass wir das Duell im Lavanttal wiederholen können.“

Zweiter Michael Lengauer (Skoda Fabia Rally2): „Leider hat es trotz eines großen Vorsprungs dann doch nicht gereicht. Als der Regen einsetzte, waren wir mit Slicks auf der Prüfung. Damit war ich einfach zu langsam. Ein Ausrutscher kostete nochmal Zeit, und plötzlich war der Polster weg. Aber mich stimmt trotzdem zuversichtlich, dass wir zeigen konnten, dass wir auf trockenem Asphalt richtig schnell sein können.“

Dritter Kevin Raith (Ford Fiesta Rally2): „Ich habe mich lange mit Raimund Baumschlager um Platz drei duelliert. Dass es am Ende für den ersten ORM-Podestplatz, noch dazu in der Steiermark, gereicht hat, macht mich wirklich glücklich und auch sehr stolz.“


Foto: Harald Illmer

VERY GOOD NEWS gibt es übrigens vom am Freitag schwer verunfallten deutschen Duo Albert von Thurn und Taxis und seiner Copilotin Jara Hain, die von Rallye-Notärztin Simone Hollomey bestens erstversorgt und ins LKH Graz bzw. LKH Wagna eingeliefert wurden. Beide konnten die Spitäler bereits selbständig verlassen.

In der ORM 2 führte lange Zeit der junge Kärntner Maximilian Lichtenegger im Renault Clio Rally3 das Feld an, ehe er auf dem Rundkurs Eichberg (SP 12) ausritt und den Wagen abstellen musste. Damit entbrannte zwischen dem Grazer Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und dem Niederösterreicher Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) ein hochklassiges Duell um den Sieg. Dieses ging letztendlich mit einem Vorsprung von drei Zehntelsekunden(!) an Günther Knobloch.


Foto: Harald Illmer

In der ORM 3, also bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen, hatte Titelverteidiger Marcel Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4) das Geschehen von Sekunde eins an im Griff und am Ende als Sieger 2:24 Minuten Abstand zum Zweitplatzierten Deutschen Fabian Schulze. Damit gewann der 20-jährige Oberösterreicher auch die Rebenland-Wertung in der RP-Tools ORM Junior, wo er ja Titelverteidiger ist.


Foto: Harald Illmer

In der Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft (TEC7 HRM) kürte sich der fünffache Historic-Europameister Karl Wagner im Porsche 911 dank einem starken zweiten Tag zum Rebenland-Sieger 2026. Ihm am nächsten kam mit 42 Sekunden der Oberösterreicher Patrik Gaubinger im Audi Quattro als Zweiter. Am Ende des Vortags betrug der Abstand nur 0,2 Sekunden.


Foto: Harald Illmer

Glasklar ist das Endergebnis in der ORM Trophy, welche die Piloten über 50 Jahre beherbergt. Hier triumphierte Raimund Baumschlager gleich 6:52 Minuten vor dem deutschen Titelverteidiger Heermann Gassner (Mitsubishi Evo X).

Last but not least ging der Sieg im Saisonstart zum internationalen Mitropa Rallye Cup an den Slowaken Robert Kolcak im Hyundai i20 Rally2.

Zeitplan - Timetable

WP / SS Name der Prüfung Länge in km Start 1.Fzg. Details
Freitag 13.03.26
WP 1 Schirmerberg 1 5,43 km 13:43 Uhr
WP 2 Pössnitz - Panoramastrasse 1 8,28 km 15:00 Uhr
WP 3 Schirmerberg 2 5,43 km 15:40 Uhr
WP 4 Pössnitz - Panoramastrasse 2 8,28 km 17:37 Uhr
WP 5 Remschnigg 1 11,78 km 18:05 Uhr
WP 6 Pössnitz - Panoramastrasse 3 8,28 km 19:31 Uhr
WP 7 Remschnigg 2 11,78 km 19:59 Uhr
Samstag 14.03.26
WP 8 Poharnigberg 1 2,99 km 08:15 Uhr
WP 9 Glanz 1 11,02 km 08:32 Uhr
WP 10 Poharnigberg 2 2,99 km 10:08 Uhr
WP 11 Glanz 2 11,02 km 10:25 Uhr
WP 12 RK Eichberg 1 14,77 km 13:37 Uhr
WP 13 RK Schlossberg 1 20,72 km 14:07 Uhr
WP 14 RK Eichberg 2 14,77 km 15:51 Uhr
WP 15 RK Schlossberg 2 20,72 km 16:21 Uhr
WP 16 Powerstage Eichberg 7,71 km 18:01 Uhr
Gesamt WP-km: 165,59 ;   Ziel Gemeindeamt Leutschach 1.Fzg. 18:20 Uhr

Vorbericht

TEC7 ORM

In der Klasse der stärksten Allradler spricht alles dafür, dass auch der Rebenland-Sieg 2026 einzig und allein über den Rebenland-Sieger der letzten vier Jahre führt. Zu souverän jagt der fünffache Serienstaatsmeister Simon Wagner seinen Hyundai i20 Rally2 über die österreichischen Prüfungen, egal in welcher Destination, egal bei welcher Rallye. Aber Simon Wagner kommt leicht gehandikapt nach Leutschach. Er musste sich kürzlich einer Operation im Nasen-Nebenhöhlen-Bereich unterziehen und deshalb ein paar Tage im Spital verbringen. Eigentlich sollte er Ruhe einhalten, hat sich aber doch noch das Okay vom HNO-Arzt für einen Start im Rebenland geholt.
Seine Chance sucht Michael Lengauer im Skoda Fabia Rally2. Der Oberösterreicher bildet mit dem Deutschen Albert von Thurn und Taxis eine sehr rasante Verfolger-Achse aus dem Rennstall von Raimund Baumschlager, der ebenfalls wieder ins Cockpit seines Skoda Fabia steigt und mit insgesamt fünf Rebenland-Siegen (noch) Rekordhalter in Leutschach ist. Aus nationaler Sicht sind auch der schnelle Steirer Kevin Raith (Ford Fiesta Rally2) und der oberösterreichische Rebenland-Debütant Philipp Kreisel (Toyota Yaris Rally2) Action-Garanten. Und mit Interesse kann man auch den RC2-Auftritt des Steirers Peter Hopf verfolgen, der im Rahmen eines ORM-Laufs erstmals am Steuer eines Ford Fiesta Rally2 sitzt.
Mitmischen wollen neben Thurn und Taxis u. a, zwei weitere starke Ausländer. Zum einen der 48-jährige Pole Jaroslaw Koltun, der mit seinem Skoda Fabia Rally2 schon bei der Jännerrallye mit schnellen Teilzeiten und einer SP-Bestmarke zu gefallen wusste. Zum anderen auch der 36-jährige slowakische Vizemeister Robert Kolcak im Hyundai i20 Rally2. Er hat Rebenland-Erfahrung, wurde hier letztes Jahr Neunter. Und ein unbeschriebenes, aber keineswegs uninteressantes Blatt ist der 21 Jahre junge rumänische Junioren-Champion Sebastian Scîrlet in einem Citroen C3 Rally2.

Toppiloten-Stimmen vor der Rebenland Rallye:

Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2): „Die Rebenland Rallye zählt zu meinen absoluten Lieblingsrallyes. Umso mehr freut es mich, dass ich dort in den letzten vier Jahren gewinnen konnte. Diesen Trend würde ich natürlich sehr gerne fortsetzen, obwohl die Konkurrenz wieder sehr stark ist. Die Jännerrallye war durch die winterbedingten Umstände schon sehr hart. Das bräuchte ich jetzt eigentlich nicht mehr. Deshalb hoffe ich in Leutschach schon sehr auf schöneres und vor allem trockenes Wetter.“

Michael Lengauer (Skoda Fabia Rally2): „Dank meiner Sponsoren ist es uns möglich, im Rebenland zu fahren. Im Unterschied zu den letzten beiden Jahren komme ich erstmals nicht als Meisterschaftsführender in die Südsteiermark. Vielleicht bringt mir das ein wenig Glück, nachdem es dort zuletzt ja nicht so optimal für uns gelaufen ist (Anm. 2025 nach Bremsproblemen Sechster, 2024 nach Unfall out). Unser Ziel ist heuer jedenfalls unumwunden der Sieg. Simon ist zwar vor allem auf Asphalt eine Bank, aber wir wollen trotzdem das Rebenland diesmal für uns erobern und bestenfalls sogar mit der Meisterschaftsführung wieder heimfahren.“

Albert von Thurn und Taxis (D/Skoda Fabia Rally): „Die Rebenland Rallye ist für mich und meine Copilotin Jara Hain immer so ein besonderes Highlight. Dort haben wir 2023 unsere erste Rallye als gemeinsames Team bestritten. Daher werden wir auch heuer unser Bestes geben und hoffen, dass wir unseren Podiumsplatz vom Vorjahr verteidigen können. Wir waren jetzt bei der Jännerrallye und in Monte Carlo ja auf Schnee und Eis unterwegs. Das wird in Leutschach also eine spannende Umstellung auf Asphalt. Hoffentlich spielt der Wettergott mit und es wird trockener als im komplett verregneten Vorjahr. Dann freuen wir uns auf einen hoffentlich erfolgreichen Start in die Frühlings-Sommer-Rallye-Saison.“

Raimund Baumschlager (Skoda Fabia Rally2): „Ich bin froh und dankbar, dass ich mit meinen 66 Jahren noch Rallye fahren kann und die Sponsoren hinter mir stehen. Auf den Lauf in Leutschach freue ich mich ganz besonders, weil ich ja, wie man weiß, auch so sehr gerne in dieser wunderschönen Gegend unterwegs bin. Die vielen Zuschauer dort verleihen der Rallye immer wieder ein ganz besonderes Flair. Mittlerweile ist es nach meiner Herzproblem- und Stent-Geschichte ja so, dass ich mich über vierte und fünfte Plätze auch schon sehr freue, und es macht mich stolz, wenn die Fans vielleicht sagen, dass der Alte eh noch sehr schneidig unterwegs ist.“

Kevin Raith (Ford Fiesta Rally2): „Ich freue mich schon riesig auf meine Fast-Heimrallye nur knapp eine Stunde von mir daheim entfernt. Natürlich möchte ich dort angreifen und am Ende bestmöglich dastehen. Ein Top-five-Platz wäre schon sehr schön.“

Philipp Kreisel (Toyota Yaris Rally2): „Ich kenne zwar die Südsteiermark, weil ich früher dabei war, als Raimund Baumschlager für unser Elektro-Projekt dort getestet hat. Aber gefahren bin ich dort noch nie. Daher lasse ich alles mal auf mich zukommen und gehe ohne Druck in die Rallye.“

TEC7 ORM 2

Mit Hochspannung ist in der ORM 2 zu rechnen. Denn immer mehr Piloten setzen mittlerweile auf Kraftpakete mit der Bezeichnung Rally3. Dazu zählen in Österreich prominente Namen wie Günther Knobloch, Roland Stengg, Manuel Wurm oder Maximilian Lichtenegger, die alle einen Renault Clio Rally3 lenken. Auch die Allrad-getriebenen Prototypen sind in der ORM 2 ein vorherrschendes Thema. So kämpft der Niederösterreicher Christoph Zellhofer ebenso mit seinem Suzuki Swift ZMX um Punkte wie auch der Steirer Klemens Haingartner. Punkteberechtigt sind in der ORM 2 auch die beiden in Österreich bestens bekannten Deutschen Hermann Gassner sen. im Mitsubishi Evo X und Florian Auer im Mitsubishi Evo VIII.

TEC7 ORM 3

Facettenreich präsentiert sich auch die TEC7 ORM 3, in der sich mit Jännerrallye-Sieger Marcel Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4) zwar ein Topfavorit, aber auch andere Siegerkandidaten wiederfinden. So ist dem Kärntner Thomas Traussnig im Peugeot 208 Rally4 ebenfalls einiges zuzutrauen. Dasselbe Fabrikat bringen auch Lukas Dirnberger sowie der Niederösterreicher Max Maier an den Start. Und Marcels Bruder Nico Neulinger, der ebenfalls einen Lancia Ypsilon Rally4 zündet, hat auch schon bewiesen, dass er über einen bemerkenswerten Grundspeed verfügt. Genauso übrigens wie Raphael Dirnberger im Opel Corsa Rally4. Auf erfolgreiche Momente hofft auch Routinier Andreas Mörtl in seinem Peugeot 208 Rally4.

RP-Tools Junioren Rallye Staatsmeisterschaft

Die ORM-3-Favoriten Marcel Neulinger und Thomas Traussnig sind naturgemäß auch die Siegertipps für die Junioren-Titeljagd. Das Feld der besten Nachwuchspiloten wird im Rebenland durch Lukas Dirnberger (Peugeot 208 Rally4), Lukas Wilhelm (Opel Corsa Rally4), und den Ungarn David Faltusz (Peugeot 208 Rally4) komplettiert.

TEC7 HRM und ORC

Die Historic-Kategorien wurden heuer an die FIA-Einteilungen angepasst und unterteilen sich nunmehr in HRM (Historic Rallye Meisterschaft, Fahrzeuge bis Baujahr 1992) und ORC (Österreichische Rallye Classics, Fahrzeuge von Baujahr 1993 bis 2000). In der HRM ist in Leutschach von Titelverteidiger Günther Königseder (Lancia Delta Integrale) über die Audi-Quattro-Piloten Patrik Gaubinger, Horst Stürmer bis zu Herausforderer Nr. 1 Karl Wagner im Porsche 911 praktisch alles vertreten, was in Österreich momentan historisch Rang und Namen hat. Besonders der fünffache Historic-Europameister Karl Wagner hat einiges vor, „Bei den winterlichen Jännerrallye-Bedingungen war ich mit meinem Heck-getriebenen Porsche gegen meine Konkurrenten in den Allradlern bzw. Vorderradlern leider chancenlos. Das möchte ich auf hoffentlich trockenem Asphalt im Rebenland gerne wieder geraderücken. Daher wünsche ich mir schönes Wetter.“ Zu beachten werden auch der Niederösterreicher Gerhard Openauer und der Italiener Rino Muradore in ihren Ford Escort RS 2000 sein. Und auch der Steirer Andreas Schögler (Volvo 142 S) lässt sich die Rebenland Rallye nicht nehmen, ebenso wie das Kärntner Original Walther Stietka mit seinem allseits bekannten VW Käfer 1302 S.
In der Classics-Wertung geben unter anderem der unverwüstliche Robert Zitta (Subaru Impreza), Peter Klamminger (VW Golf IV KitCar) und Sandro Hasler (VW Golf 4 TDI) Gas. Der Steirer Josef Lammer kommt mit einem Citroen Saxo.

TEC7 ORM Trophy

Auch die Spielwiese für Teilnehmer ab 50 Jahren ist in Leutschach knallvoll gefüllt. Die Namen dahinter versprühen nicht nur Klasse, sondern auch einen erfrischenden Hauch nicht nur österreichischer Rallye-Geschichte. Ein Auszug daraus: Raimund Baumschlager (Skoda Fabia Rally2), Hermann Gassner (D/Mitsubishi Evo X), Ralf Mangertseder (D/Toyota Yaris Rally2), Zoltan Laszlo (Ung/Skoda Fabia Rally2), Günther Königseder (Lancia Delta Integrale), Andreas Mörtl (Peugeot 208 Rally4), Karl Wagner (Porsche 911), Robert Zitta (Subaru Impreza), Horst Stürmer (Audi Quattro), Rino Muradore (It/Ford Escort), Andreas Mörtl (Peugeot 208), Peter Klamminger (VW Golf TV), Josef Lammer (Citroen Saxo), Gerhard Openauer (Ford Escort), (Andreas Schögler (Volvo 142), Walther Stietka (VW 1302) und und und . . .

Mitropa Rally Cup

Der Mitropacup ist eine von der FIA genehmigte internationale Serie die vor allem den Aktiven, den Teams, den Veranstaltern und damit auch den Fans sorgen soll, möglichst viele internationale Teilnehmer in den einzelnen Ländern an den Start zu bringen. Dank der Zusammenarbeit mit den Veranstaltern ist es möglich den Aktiven, Rallyesport auf hohem Standard anzubieten. Die sechs besten Ergebnisse werden für die Jahres-Endwertung herangezogen. Viele Piloten haben den Mitropa Rally Cup dafür verwendet später eine internationale Karriere zu starten.

Der Start im heurigen Jahr erfolgt mit zwei Rallyes in Österreich. Im März ist es die Rebenland Rallye mit Start und Ziel in Leutschach in der Südsteiermark und dann im April mit der LASERHERO Lavanttal Rallye in Wolfsberg in Kärnten, als Start- und Zielort. Der heimische Rallyesport war schon immer im Rahmen des Mitropacups sehr stark und auch immer wieder erfolgreich, vertreten. So war 1965 Heinz Romberg auf einem Austin Cooper erfolgreich, dann folgte 1967 Gerhard Tusch (Renault R8). Franz Wittmann (Opel Kadett) holte sich in den Jahren 1976 und 1977 den Gesamtsieg und im Jahr 2021 konnte sich Lukas Dunner (Skoda Fabia) in die Gesamt-Siegerliste eintragen. Für den letzten heimischen vollen Erfolg sorgten in der Saison 2024 die Kärntner Patrik und Julia Hochegger, die auf ihrem Opel Kadett die Gesamtwertung des Historischen Mitropacup gewonnen haben und im Vorjahr gab es durch Ursula Gassner als Co-Pilotin von Hermann Gassner junior ebenfalls einen heimischen Gesamtsieg.

Bisher erfolgreichster Starter im Mitropacup war der Deutsche Hermann Gassner senior, der mit Karin Thannhäuser als Co-Pilotin, die Gesamtwertung nicht weniger als sieben Mal für sich entscheiden konnte.
Erste Infos

Die TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft 2026 ist eröffnet. Auf den spektakulären Auftakt, der Jännerrallye in Freistadt, folgt am 13./14. März die 13. Auflage die nicht minder aufregende Rebenland Rallye. Im Umkreis der südsteirischen Weinstraße mit dem Epizentrum Leutschach bittet das langjährig bestens bewährte Organisationskomitee rund um den dortigen Bürgermeister Erich Plasch die heimische Drifter-Elite wieder zum faszinierenden Tanz auf vier Rädern. Nähere Informationen zum Vollgas-Feuerwerk gibt es auf der offiziellen Pressekonferenz am Dienstag, dem 3. März, um 10 Uhr wie schon seit vielen Jahren gewohnt in der Wirtschaftskammer Steiermark (WKO), Körblergasse 111 – 113, 8021 Graz.

Bis kommenden Sonntag, dem 22. Februar, um 18 Uhr haben die teilnahmewilligen Teams noch Zeit, ihre Nennung für den zweiten Wertungslauf des Jahres abzugeben. Und wer die öffentliche Nennliste, deren endgültige Vollständigkeit freilich erst auf bzw. unmittelbar nach der Pressekonferenz bekanntgegeben wird, bislang mitverfolgt hat, der hat bereits bemerkt, dass das große Duell von Freistadt, nämlich Simon Wagner gegen Michael Lengauer, wohl auch zwischen den Weingärten der Südsteiermark eine packende Fortsetzung finden wird.


Foto: Harald Illmer

Auch der fünffache Rebenland-Sieger Raimund Baumschlager hat, nachdem er den Auftakt in seinem Heimatland Oberösterreich ausgelassen hat, einen Start bei seinen vielen Freunden in Leutschach bereits angekündigt. Mit 16 zu absolvierenden Wertungsprüfungen behält die Rebenland Rallye ihren Status quo bei, und mit dem Auftakt zum Mitropacup ist auch der nicht mehr wegzudenkende internationale Touch dieses Jahr wieder gegeben.
- Nennschluß 22.02. 18:00 Uhr, der Veranstalter veröffentlicht die Nennliste am 03.03. 18:00 Uhr
- Prädikate/Wertungen: Österreichische Rallye Staatsmeisterschaft, ORM2 Rallye Staatsmeisterschaft, ORM3 Rallye Staatsmeisterschaft, Österreichische Junioren Rallye Staatsmeisterschaft, Österreichische Historic Rallye Staatsmeisterschaft, Österreichische Rallye Classics, ORM Trophy, Rallye4you, Mitropa Rallye Cup
- Gesamtstrecke 310,86 km/ davon 16 WP's 165,59 km (100% Asphalt)

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