- 08.03.2026
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Endergebnis
Ravenol Deutscher Rallye Cup - Nachbericht
101 Starter nutzten die 47. Ausgabe der ADAC Rallye Kempenich als Saisonauftakt, darunter 35 eingeschriebene Teams des Ravenol Deutscher Rallye Cup, mit inzwischen 71 Nennungen die teilnehmerstärkste Rallye-Serie Deutschlands. Eine neue Prüfung mit einem fast 50-prozentigen Schotteranteil hatte der veranstaltende MSC Kempenich im Angebot und bekam dazu von den Teams und den zahlreichen Fans viel Zuspruch. Bei schönem Frühlingswetter lief die kompakte Sonntags-Veranstaltung wie an dem berühmten ‚Schnürchen‘ ab.
Dennis Rostek und Stefan Kopczyk verteidigten im Škoda Fabia RS Rallye2 ihren Sieg aus dem Vorjahr. Im Ziel lagen sie 33,2 Sekunden vor Christopher Gerhard / Lena März (Citroën C3 Rally2) und Max Reiter / Conny Nemenich, die im Lancia Ypsilon Rally 4 HF als Sieger der RC4 vor Colin Dünker das Podium komplettierten. Rostek sagte, „für uns war das eine perfekte Saisonvorbereitung bei einer Mega-Veranstaltung und die neue Prüfung hat der Rallye gutgetan. Der Sieg gehört Stefan, der gesundheitlich sehr angeschlagen war und sich durch die Veranstaltung gekämpft hat.“ Reiter strahlte über den Podestplatz, „Eine gelungene Veranstaltung, inklusive einer neuen, attraktiven WP, bei der wir von Anfang an die Nase vorn hatten und uns bis zum Schluss einen harten Kampf gegen Colin geliefert haben.“

Foto: GO4-2
Gerhard, Reiter und Dünker sind nun auch die Führenden in der neugeschaffenen Gassner Motorsport TOP Five Trophy, in der eingeschriebene DRC-Teams gewertet werden, die bei den Veranstaltungen unter die besten fünf der Gesamtwertung gelangen.
Wie im letzten Jahr, Schläppi ist DRC-Auftaktsieger
Dem Schweitzer Mathias Schläppi gelang in Kempenich die Wiederholung des Vorjahres. Wie bei seiner DRC-Premiere fuhr er auch diesmal mit seinem Co-Piloten Markus Kubiak im Peugeot 208 R2 zum Sieg in der Klasse NC2 und übernahm damit die Führung im Ravenol DRC. Voraussetzung dafür war nicht allein der Klassensieg, sondern auch, dass er dabei die meisten Klassengegner und somit die höchste Punktzahl erreicht hatte. „Kempenich war für mich bekanntes Terrain, dadurch konnte ich eine gute Pace gehen. Zudem haben wir mit verschiedenen Reifenmischungen experimentiert“, erläutert Schläppi. „Es stärkt das Selbstbewusstsein, vorne zu liegen, aber abgerechnet wird erst ganz am Schluss. Der Finallauf mit der doppelten Punktzahl kann nochmal das gesamte Klassement durcheinanderwirbeln.“

Foto: GO4-2
Ihre Klasse gewannen auch Stefan Petto / Marco Cremer (Opel Corsa OPC), da sie in der NC2 die gleiche Anzahl der Starter hatten wie Niklas Pöttgen / David Wölwer (Seat Ibiza) in der NC8 liegen beide Teams punktgleich auf dem zweiten DRC-Rang. „Das hat richtig Spaß gemacht“, schwärmte Petto im Ziel, „nach dem Ausfall von Kevin Müller lagen wir vorne und konnten die Führung weiter ausbauen. Der Klassensieg ist für die DRC ein guter Grundstein, darauf lässt sich aufbauen.“

Foto: GO4-2
Die DRC-Titelverteidiger Pöttgen / Wölwer sind nach dem erneuten Klassensieg auf einem guten Weg: „Wir konnten auf der ersten Schleife ein kleines Polster herausfahren, dadurch war es nicht problematisch, dass gegen Ende die Reifen nachließen. Die gute Punkteausbeute zu Beginn ist eine geniale Motivation für die Saison.“

Foto: GO4-2
Ihr Heimspiel war für Kevin Müller / Stefanie Spreitzer mal wieder eine Veranstaltung zum Vergessen: „Steffi und ich sind hier bei drei Starts nur einmal ins Ziel gekommen.“ Bis zum Ausfall führten sie ihre Klasse deutlich an, „zur Halbzeit mussten wir den Toyota GR Yaris mit einem Problem am Differential vorzeitig abstellen.“
Zeitplan
| WP / SS | Name der Prüfung | Länge in km | Start 1.Fzg. | Details |
|---|---|---|---|---|
| Samstag 08.03.26 | ||||
| WP 1 | Hausten 1 | 5,29 km | 11:48 Uhr | |
| WP 2 | Bell 1 | 7,64 km | 12:16 Uhr | |
| WP 3 | Kempenich 1 | 7,23 km | 12:46 Uhr | |
| WP 4 | Hannebach 1 | 14,80 km | 13:07 Uhr | |
| WP 5 | Hausten 2 | 5,29 km | 15:02 Uhr | |
| WP 6 | Bell 2 | 7,64 km | 15:30 Uhr | |
| WP 7 | Kempenich 2 | 7,23 km | 16:00 Uhr | |
| WP 8 | Hannebach 2 | 14,80 km | 16:21 Uhr | |
| Gesamt WP-km: 69,92 ; Ziel 1.Fzg. 16:46 Uhr | ||||
Ravenol Deutscher Rallye Cup - Vorbericht
Mit der 47. Ausgabe der ADAC Rallye Kempenich startet am Sonntag (08.03.2026) der Ravenol Deutscher Rallye Cup in die Saison 2026. Auf die inzwischen über 60 eingeschriebenen Teams von Deutschlands teilnehmerstärkster Rallye-Serie warten 13 Vorläufe und das gemeinsame Finale im Saarland. Gewertet werden je Team die besten sieben Resultate aus maximal neun Vorläufen, dazu das Resultat des Finales mit doppelter Punktzahl. Ausgelobt sind Preisgelder im Wert von über 25.000 Euro.
Auf die 110 Teilnehmer in Kempenich, am Rande der Eifel und nahe dem Nürburgring, warten vier verschiedene Wertungsprüfungen, die je zweimal gefahren werden. Von den 70 WP-Kilometern sind zehn unbefestigt. Zu den Top-Favoriten zählen Dennis Rostek / Stefan Kopczyk, die im Skoda Fabia RS Rally2 antreten. Die amtierenden niederländischen Meister und Sieger der Masters-Wertung innerhalb der Deutschen Rallye-Meisterschaft wollen beim Auftakt der zweiten Liga „den Rost aus den Knochen schütteln“, wie Rostek formuliert. „Kempenich ist eine sehr selektive Veranstaltung, eine richtig gute Rallye in einer tollen Region und perfekt geeignet, viel auszuprobieren.“

Foto: GO4-2
Gelingt Niklas Pöttgen das Tripple?
Ende der Saison 2025 gelang Niklas Pöttgen das, was zuvor noch kein DRC-Sieger fertigbrachte: Er verteidigte in einem fast schon dramatischen Finale seinen Titel aus 2024. Da im Ravenol DRC die Punkte in den jeweiligen Klassen in Relation zu der Anzahl der jeweiligen Starter vergeben werden, gelangen ihm die beiden Siege im Seat Ibiza aus der seriennahen Gruppe G, einer der preisgünstigsten Möglichkeiten, Rallyesport zu betreiben. „Mit meinem Co-Piloten David Wölwer werde ich wieder versuchen, mit um den Titel zu fahren“, erklärt der Doppel-Sieger. Und das Geheimnis seiner bisherigen Erfolge: „Der Schlüssel bei uns ist schlicht und einfach, immer ans Ziel zu kommen und konstant Punkte einzufahren. Da muss auch mal ein zweiter oder dritter Platz reichen. Jemand, der immer bei 101% im Rallyesport fährt und oft ausfällt, kann nirgendwo viel reißen. In unserer Klasse sind zudem immer genügend Starter, um ordentlich Punkte zu sammeln. Der Seat ist absolut genügsam im Unterhalt und fährt seit Jahren ohne große Defekte.“Für die amtierenden Vize-Meister Kevin Müller / Stefanie Spreitzer lieg der Auftaktlauf direkt vor der Haustür: „Der Saisonauftakt beim Heimspiel, das ist immer schwierig,“ formuliert das Duo unisono. „Wir kennen hier viele Menschen und die haben mindestens genau so viele Erwartungen an uns. Für uns ist das eher schwieriger als ein Auswärtsstart.“ Das Duo im Toyota GR Yaris aus der NC2 mischt zwar seit Jahren immer in der Cup-Spitze mit, komplett problemlos verlief es bislang jedoch nie. „2024 in Führung liegend angereist und dann der Ausfall beim Endlauf, im letzten Jahr der Motorschaden im Hunsrück und dann im Finale knapp geschlagen. Wir fahren diesmal einfach drauf los und gucken, was passiert. Pläne lösen sich eh immer schnell in Luft auf.“
Der Schweizer Matthias Schläppli erfüllt sich seinen Rallye-Traum.
Der Vorjahresdritte startet ebenfalls in die neue Saison. Nach 30 Jahren auf der Rundstrecke erfüllte sich der Schweizer Matthias Schläppi 2024 seinen Rallye-Traum und wechselte die Sportart. Seine erste volle Saison beendete er im vergangenen Jahr mit Dominique Juple auf dem Beifahrersitz des Peugeot 208 R2 (NC3) überzeugend auf dem Podest. „Der Ravenol DRC ist eine super Plattform. Man kriegt sehr viel Rallye ohne einen allzu großen Aufwand. So etwas gibt es bei uns in der Schweiz nicht,“ erklärt der Pilot aus dem Berner Oberland. „Der DRC ist von Grund auf gut organisiert: Kurzweilige Ein-Tages-Events mit hohem Fahranteil - unternehmerfreundlich und echter Graswurzel-Charme. Das macht riesigen Spaß.“ Und die Perspektive für 2026? „Wir wollen den Schwung der erfolgreichen Premieren-Saison nutzen und dort weitermachen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben. Wir sind bestens vorbereitet und haben auch durch die Erfahrungen ein größeres Selbstbewusstsein.“Die Brüder Lars und Björn Schwarzmannseder sind seit Jahren immer in der DRC-Spitze zu finden. Mit seiner neuen Co-Pilotin Angelika Hornung bringt Lars den Renault Clio RS drei erneut an den Start, der im Laufe des Jahres durch ein neueres Model abgelöst wird. „Primäres Ziel ist, einfach dabei zu sein und vielleicht auch zu beweisen, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch adäquate Leistungen bringen kann“, erklärt Lars Schwarzmannseder augenzwinkernd. „Der Ravenol DRC überzeugt mich einfach. Die Plattform bietet Preisgelder und ist in den einschlägigen Medien auch präsent.“
ADAC Rallye Junior Cup im Ravenol DRC
Als Beitrag zur Nachwuchsförderung im deutschen Motorsport werden sechs der Läufe zum ADAC Rallye Junior Cup werden im Rahmen des Ravenol DRC ausgetragen. Die Einsätze erfolgen auf identischen Opel Corsa Rallye 6. Der bestplatzierte Teilnehmer bis einschließlich 24 Jahre deutscher Nationalität im ADAC Rallye Junior Cup erhält die kostenfreie Einschreibung für die Saison 2027 im ADAC Opel GSE Rally Cup die kostenlose Bereitstellung eines Opel Mokka GSE Rally für die Saison 2027.-
- Nennschluß 28.02. 23:59 Uhr
- Prädikate/Wertungen: Ravenol Deutscher Rallye Cup, ADAC Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, Youngtimer Rallye Trophy, ADAC Nordrhein Pokalwettbewerb Rallyesport , Saarländische ADAC Rallyemeisterschaft
- Gesamtstrecke 167,34 km/ davon 8 WP's 69,92 km (Asphalt 59,62/Schotter 10,30)
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