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Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Nachbericht

++ Griebel / Kremer gewinnen die 37. KW-Ostalbrallye ++ Müller rückt in der DRC-Tabelle auf Platz drei vor Wendt und Petto ++ Arwed und Aaron Jungnickel gewinnen den Auftakt zum ADAC Rallye Junior Cup++


Mit dem Sieg von Marijan Griebel / Ella Kremer im Škoda Fabia RS Rally2 endete die 37. KW-Ostalbrallye (18. April 2026) rund um die Kochertalmetropole Abtsgmünd.


Foto: GO4-2

Nach dem fünften Lauf des Ravenol Deutscher Rallye Cup gab es einen Wechsel an der Spitze. Der Schweizer Mathias Schläppi, diesmal mit Dominique Juple im NC3-Peugeot 208 unterwegs, sicherte sich mit einem heiß erkämpften Klassensieg die Punkte, um von Pöttgen die Cup-Spitze zu übernehmen.
„Das war eine wirklich geniale Rallye, eine sehr gute Gelegenheit, uns auf unseren DRM-Auftakt am nächsten Wochenende vorzubereiten“, freute sich Griebel nach seiner Ostalb-Premiere. „Wir sind unserer Favoritenrolle sicherlich gerecht geworden, aber für einen Sieg muss man immer auch sehr konzentriert und fehlerfrei unterwegs sein.“ Der amtierende deutsche Rallyemeister ergänzte: „Die Prüfungen waren sehr schön, vor allem die ‚Pommes‘, die setzt Maßstäbe in der Rallye70-Szene.“ Dennis Rostek / Stefan Kopczyk beendeten im Schwesterauto ihre DRM-Vorbereitung auf dem zweiten Platz. Mit einer starken Vorstellung fuhren Lars Stütz / Jana Schreiber im BMW M3 als Klassensieger der NC2 auf den dritten Gesamtrang. Auf der ‚Pommes‘ konnten sie sogar in beiden Durchgängen hinter Griebel die zweitschnellste Gesamtzeit fahren. Platz vier belegten Marc Rettenberger / Luca Kiefer im Opel Corsa Rally4 (RC4) vor Fritz Köhler / Petra Hägele im BMW M3 als Klassensieger in der NC1.

Mathias Schläppi übernimmt die Spitze im Ravenol DRC

Spannung bis auf die letzten Meter: Vor der abschließenden Prüfung lagen Mathias Schläppi / Dominique Juple im Peugeot 208 noch den Hauch von 0,7 Sekunden hinter Kai Otterbach / Jannik Wagner, die im BMW 320is die Klasse NC3 anführten. Die Punkte für den zweiten Platz hätten dem Schweizer nicht gereicht, die DRC-Führung zu übernehmen. „Da mussten wir noch ein Brikett nachlegen“, erklärte Schläppi anschließend, „aber immer nur dort, wo es ohne zu großes Risiko möglich war.“ Die Abschlussprüfung war ein Rundkurs, „das liegt mir, da profitiere ich von meiner Erfahrung aus 30 Jahren auf der Rundstrecke.“ Im Ziel wurden aus dem hauchdünnen Rückstand ein Vorsprung von 7,4 Sekunden und Gesamtrang sieben. „Wir sind jetzt dort, wo wir stehen wollten: An der DRC-Spitze,“ strahlte Schläppi anschließend. „Ein großes Lob an den Veranstalter, das war eine Top-Veranstaltung.“


Foto: GO4-2

Niklas Pöttgen, der diesmal nicht am Start war, hat wie Schläppi vier Ergebnisse und liegt nun mit 0,51 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz. Auch in der Sonderwertung Ravenol DRC Trophy powered by Pirelli übernahm Schläppi die Führung vor Pöttgen. Tony Bayer konnte seinen dritten DRC-Rang nicht verteidigen. Nach zwei Top-Fünf-Zeiten, „haben wir nach einem Defekt am Kühlerausgleichsbehälter die komplette Flüssigkeit verloren und mussten abstellen.“ Mit den Punkten für den zweiten Platz in der Klasse NC2 schoben sich Kevin Müller / Stefanie Spreitzer in ihrem liebevoll ‚Daisy‘ genannten Toyota GR Yaris auf den dritten DRC-Platz nach vorne. „Die Prüfungen haben uns viel Spaß bereitet, die technischen Bergauf- und Bergab-Stücke sind super anspruchsvoll. Leider gibt es für Daisy mit ihrem 3Zylinder-Antriebsaggregat zu viele gerade Stücke. Da packen wir die BMWs nicht ganz,“ erklärt das Duo. Marcel Wendt / Kay Papenfuß schoben sich im Suzuki Swift Sport mit dem zweiten Platz in der NC4 auf den vierten DRC-Rang, gefolgt von Stefan Petto / Marco Kremer im Opel Corsa OPC aus der Klasse NC2.

Arwed und Aaron Jungnickel gewinnen den Auftakt zum ADAC Rallye Junior Cup


Foto: GO4-2

Den Auftaktlauf des ADAC Rallye Junior Cup entschieden die Brüder Arwed und Aaron Jungnickel (Dresden / Chemnitz) für sich. Auf den identischen Opel Corsa Rally6 hatten sie im Ziel einen Vorsprung von 20,4 Sekunden vor Kurt Escher / Alexander Hirsch (Oldenburg / Tannenberg). Das Podium vervollständigten Lukas Meiners / Leon Witte (Elsfleth / Barenburg). „Nachdem wir schon vor der ersten WP durch einen schleichenden Plattfuß einen Reifen wechseln mussten, lief es anschließend richtig gut. Es ist großartig, den ersten Lauf zu gewinnen, aber wie man gesehen hat, schläft die Konkurrenz nicht. Den Schwung nehmen wir mit, aber es ist noch ein langer Weg,“ freuten sich die Brüder im Ziel.

Zeitplan

++ der Veranstalter veröffentlicht leider keine WP-Startzeiten im Netz, sie sind lediglich im käuflichen Programmheft einzusehen ++ ?oder ich bin blind?
WP / SS Name der Prüfung Länge in km Start 1.Fzg. Details
Samstag 18.04.26
WP 1 Waldmannshofen 1 10,56 km Uhr
WP 2 Pommes 1 10,95 km Uhr
WP 3 RK Holzleuten 1 14,85 km Uhr
WP 4 Waldmannshofen 2 10,54 km Uhr
WP 5 Pommes 2 10,95 km Uhr
WP 6 RK Holzleuten 2 14,85 km Uhr
Gesamt WP-km: ;   Ziel 1.Fzg. Uhr

Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Vorbericht

++ Die vierte DRC-Runde startet bei der 37. KW-Ostalbrallye ++ Schläppi, Bayer und Müller jagen DRC-Spitzenreiter Pöttgen ++ Auftakt des ADAC Rallye Junior Cup im Rahmen der DRC ++

Der fünfte Vorlauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup wird am kommenden Samstag im Rahmen der 27. KW-Ostalbrallye (18. April 2026) ausgetragen. Auf die Teilnehmer warten drei verschiedene Wertungsprüfungen auf Asphalt, die je zweimal absolviert werden. Die zwei Sprintprüfungen und der Rundkurs führen über eine Gesamtstrecke von bekannt anspruchsvollen 72,68 Kilometer rund um die Kochertalmetropole Abtsgmünd. „Da der ADAC Rallye Junior Cup bei uns seine Premiere feiert, haben wir unsere TOP-WP’s ausgepackt“, erläutert Rallyeleiter Dietmar Fuchs. Er ergänzt: „dank der guten Kontakte zu den Genehmigungsbehörden und den beteiligten Ortschaften war das kein Problem. Die politische Prominenz, allen voran unser Landrat, wird ebenfalls vor Ort sein.“

Angeführt wird das Starterfeld von zwei Teams, die die Ostalb als Vorbereitung für ihren ersten Einsatz in der Deutschen Rallye-Meisterschaft nutzen. Marijan Griebel strebt im Škoda Fabia RS Rally2 gemeinsam mit Ella Kremer seinen sechsten DRM-Titel an. „Wir wollten möglichst zeitnah vor Sulingen nochmal Zeit hinterm Lenkrad verbringen um dort ‚eingewöhnt‘ anzutreten“, erläutert der amtierende deutsche Rallye-Meister, „zudem freue ich mich, mit der Ostalb eine neue Veranstaltung kennenzulernen, sie sollen hier sehr schöne Prüfungen haben.“ Sein Teamchef Dennis Rostek, gemeinsam mit Stefan Kopczyk die amtierenden DRM Masters Sieger, folgt in einem weiteren Fabia Rally2.

Hinter den beiden DRM-Cracks startet mit Nummer drei der erst 24-jährige Lars Stütz mit Co-Pilotin Jana Schreiber im BMW M3 (NC2). Der Vorjahres-Zweite hat gerade die Osterrallye in Tiefenbach gewonnen und führt einen echten Familienclan an. Vater Ralf Stütz trägt die Startnummer 6, seine Brüder Leon und Robin sind ebenfalls in der Nennliste zu finden. John Macht, der auf der Ostalb 2023 gewann, folgt gemeinsam mit Felix Kießling im Mitsubishi Lancer Evo 9 (NC1). Besonders wird die Rallye für Fritz Köhler / Petra Hägele in ihrem BMW M3 (NC1). Eine Prüfung führt über die Straße zwischen ihrem Wohnhaus und der gegenüberliegenden Werkstatt.

Schläppi, Bayer und Müller jagen DRC-Spitzenreiter Pöttgen

Da der derzeitige DRC-Leader Niklas Pöttgen nicht antritt, könnte Mathias Schläppi die Führung übernehmen, Tony Bayer und Kevin Müller haben große Chancen, dicht zur Spitze im Ravenol Deutscher Rallye Cup aufzuschließen. „Das ist eine echt geile und abwechslungsreiche Rallye, viele aufeinanderfolgende Kurven, es geht bergauf und bergab und hat viele Kuppen“, schwärmt Mathias Schläppi von der Ostalb. Wie im vergangenen Jahr geht der Schweizer gemeinsam mit Dominique Juple im Peugeot 208 VTi in Abtsgmünd an den Start. „Die NC3 ist mit 16 Teams wieder richtig gut besetzt. Klar möchten wir unsere Klasse gewinnen, aber dazu müssen wir auch ankommen. Auf jeden Fall freuen wir uns auf die coole Veranstaltung.“


Foto: GO4-2

Auch Tony Bayer / Dominik Buß haben gute Erinnerungen, „die Ostalb hat schnelle und anspruchsvolle Prüfungen, das liegt unserem BMW. Allerdings ist die Klasse NC2 stark besetzt, da kann es am Samstag die eine oder andere Überraschung geben.“ Bayer hat dabei vor allem Lars Stütz und DRC-Konkurrent Kevin Müller im Blick. „Wir wollen gute Punkte für die DRC-Wertung mitnehmen und vielleicht auch mal im Ziel mit beiden Außenspiegeln ankommen“, ergänzt er schmunzelnd.


Foto: GO4-2

Kevin Müller und Co-Pilotin Stefanie Spreitzer setzen keine allzu großen Hoffnungen auf den Start am Wochenende. „Die Prüfungen werden unserem Toyota GR Yaris nicht liegen. Wir werden dennoch alles geben und unser Augenmerk auf die gesamte Klasse NC2 richten. Man weiß nie, was so alles passiert,“ erklären die beiden unisono.


Foto: GO4-2

ADAC Rallye Junior Cup im Ravenol DRC

Als Beitrag zur Nachwuchsförderung im deutschen Motorsport werden sechs der Läufe zum ADAC Rallye Junior Cup im Rahmen des Ravenol DRC ausgetragen. Im Laufe der Saison treten die Nachwuchs-Teams auch zweimal bei Läufen zur Deutschen Rallye-Meisterschaft an, bevor dann beim DRC-Finale im Saarland auch bei den ADAC-Junioren die endgültige Entscheidung fällt. Die Einsätze erfolgen auf identischen Opel Corsa Rally6, die mit Blick auf die Budgetkosten bewusst seriennah ausgestattet wurden. Der bestplatzierte Teilnehmer bis einschließlich 24 Jahre deutscher Nationalität im ADAC Rallye Junior Cup erhält die kostenfreie Einschreibung für die Saison 2027 im ADAC Opel GSE Rally Cup sowie die kostenlose Bereitstellung eines Opel Mokka GSE Rally für die Saison 2027.
- Nennschluß 13.04. 17:00 Uhr
- Prädikate/Wertungen: Ravenol Deutscher Rallye Cup, Ravenol DRC, ADAC Rallye Junior Cup, Württembergische ADAC Rallyemeisterschaft, Südbayerische ADAC Rallyemeisterschaft
- Gesamtstrecke 188,98 km/ davon 6 WP's 72,68 km (Asphalt 71,32/Schotter 1,36)

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