Ausschreibung Online-Nennung Nennliste| Rally Guide
LIVE-Timing: ADAC ewrc| Endergebnis



Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Nachbericht

++ Sawicki / Grundmann gewinnen die ADAC MSC Osterrallye in Zerf ++ Reiter / Nemenich übernehmen die Führung in der Gassner Motorsport Top-Five Trophy ++ Bayer / Buß schieben sich auf Platz drei der DRC-Wertung ++

Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg gewannen Damian Sawicki / Stefan Grundmann im Subaru Impreza 555 (NC1) die ADAC MSC Osterrallye Zerf (04.04.2026), den vierten Lauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup der Saison 2026. Das Duo setzte sich zu Beginn mit zwei Bestzeiten an die Spitze und fuhr den Vorsprung mit einer erneut schnellsten Zeit in der letzten WP dann ins Ziel. Mit knappen 9,6 Sekunden Rückstand auf den Allradler und einer Bestzeit auf WP 4 belegten Max Reiter / Conny Nemenich im Lancia Ypsilon Rally4 (RC4) den zweiten Gesamtrang. „Wir hatten von Anfang an einen guten Rhythmus und sind nahezu fehlerfrei die Rallye zu Ende gefahren. Die Prüfungen waren aufgrund der wechselnden Bedingungen enorm anspruchsvoll und haben uns wirklich alles abverlangt,“ freute sich Reiter im Ziel. „Unter den vielen Fans an der Strecke waren auch viele Freunde und Bekannte von uns, die alle mitgefiebert haben“.


Foto: Dörrenbächer

Im Sekundenkampf um den dritten Gesamtrang lagen nach sechs der acht Prüfungen Uwe und Jenny Gropp im Citroën C3 Rally2 (RC2) 4,4 Sekunden vor Kevin Müller / Stefanie Spreitzer (Toyota GR Yaris, NC2) mit 1,3 Sekunden Rückstand folgten Michael Bieg / Vanessa Dagge im Mitsubishi Evo 9 (NC1). In der vorletzten WP markierte Bieg die Bestzeit und schob sich in die Mitte des Trios. „Nachdem es den ganzen Tag auf und ab ging, dachte ich dann: Mit etwas Mut müsste das noch klappen“. Zum Abschluss ihrer Fahrt ‚auf den schönen Prüfungen mit einer wie immer guten Orga‘ eroberten Bieg / Dagge dann den letzten Podestplatz vor Gropp (+2,5 Sek.) und Müller (+0,4 Sek.). Müller und Reiter schoben sich mit den Punkten für ihre Kassensiege mit den Plätzen vier und fünf in die Spitze der DRC-Tabelle. Mit ihrem zweiten Podestplatz übernahmen Reiter / Nemenich auch die Führung in der Gassner Motorsport Top Five Trophy. Hier werden die eingeschriebenen DRC-Teams gewertet, die sich bei einem der Läufe in den Top-Five der Gesamtwertung platzieren.


Foto: Dörrenbächer

Pöttgen baut DRC-Führung aus und macht jetzt ‚Sommerpause‘

Mit dem vierten Klassensieg mit ihrem seriennahen Seat Ibiza in der NC8 beim vierten Ravenol DRC-Saisonlauf bauten Niklas Pöttgen / David Wölwer ihre Gesamtführung in der DRC-Tabelle aus. „Natürlich ist der vierte Sieg in Folge ein großartiges Gefühl! Wir haben im Auto einfach eine sehr gute Stimmung und gehen nicht zu verbissen an die Sache heran“, erklärt Wölwer die Erfolgsserie. Pöttgen ergänzt: „Wir haben frühzeitig die ‚Hälfte der Schäfchen im Trockenen‘, können den Rest der Saison entspannter angehen und beobachten, was die Konkurrenz so treibt. Es wird definitiv zum Ende wieder ein enger Kampf an der Spitze“.

Mit dem zweiten Klassenplatz in der NC2 hinter Timo Schulz / Maresa Lade (Citroën C2R2 max) sicherten sich Mathias Schläppi / Markus Kubiak in ihrem Peugeot 208 R2 weitere wichtige Zähler. In der Zwischenwertung der DRC festigten sie ihren zweiten Platz, haben allerdings auch ein Resultat weniger als Pöttgen.

Tony Bayer und Co-Pilot Dominik Buß erkämpften sich im BMW 323 TI mit dem zweiten Platz hinter Müller / Spreitzer in der Klasse NC2 die Punkte, mit denen sie nun auf den dritten Platz der DRC-Zwischenwertung nach vorne fuhren. „Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden. Zu Beginn passte unsere Reifenmischung nicht optimal, aber ab der dritten WP konnten wir an unser Limit gehen und hatten bis zum Schluss einen guten Fight mit Kevin,“ freute sich Bayer und ergänzt: „Das ist unsere zweite Saison im DRC. Es ist als Amateurteam die einzig sinnvolle Meisterschaft. Es sind die schönsten Rallyes des Jahres dabei und am Ende kann man sogar noch ein Preisgeld einfahren.“

Zeitplan

WP / SS Name der Prüfung Länge in km Start 1.Fzg. Start 1.Fzg, R70
Samstag 04.04.26
WP 1 Oberzerf 1 3,61 km 11:26 Uhr 12:11 Uhr
WP 2 Weinland 1 6,67 km 11:51 Uhr 12:36 Uhr
WP 3 RK Fuchswald 1 12,54 km 12:27 Uhr 13:12 Uhr
WP 4 RK Dreikopf 1 12,49 km 12:55 Uhr 13:40 Uhr
WP 5 Oberzerf 2 3,61 km 14:34 Uhr 15:19 Uhr
WP 6 Weinland 2 6,67 km 14:59 Uhr 15:44 Uhr
WP 7 RK Fuchswald 2 12,54 km 15:35 Uhr 16:20 Uhr
WP 8 RK Dreikopf 2 12,49 km 16:03 Uhr 16:48 Uhr
Gesamt WP-km: 70,62 ;   Ziel Ruwertalhalle 1.Fzg. 17:15 Uhr

Ravenol Deutscher Rallye Cup -- Vorbericht

++ ADAC-MSC Osterrallye lockt 99 Teams nach Zerf ++ 36 Teams des Ravenol DRC kämpfen um Punkte ++ Das Spitzentrio des Ravenol DRC tritt komplett bei der Osterrallye an ++

Traditionell am Ostersamstag wird die ADAC-MSC Osterrallye Zerf ausgetragen. Der vierte Lauf zum Ravenol Deutscher Rallye Cup im westlichen Hunsrück nahe Trier lockt 99 Teams mit vier verschiedenen und je zweimal zu absolvierenden Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 70,62 Kilometern in die Region. Verteilt auf die zwei Sprints und zwei Rundkurse sind 7,48 Kilometer auf Schotter zu absolvieren. „Die ‚Zerf‘ ist immer wieder ein Erlebnis, sie ist sehr abwechslungsreich und bietet einige anspruchsvolle Prüfungen“, beschreibt Max Reiter die Veranstaltung, der im Lancia Ypsilon Rally4 HF gemeinsam mit Conny Nemenich in der Klasse RC4 an den Start geht. Der Führende der Rallyemeisterschaft des ADAC Saarland will nach seinem Klassensieg beim DRC-Auftakt in Kempenich auch in Zerf sein DRC-Konto weiter füllen. „Wir möchten uns so weit wie möglich vorne einreihen und vor allem unsere Klasse wieder gewinnen“, ist die klare Ansage.


Foto: GO4-2

Angeführt wird die Startliste vom saarländischen Routinier Uwe Gropp, der gemeinsam mit Tochter Jenny erstmals den Citroën C3 Rallye2 an den Start bringt. Hinter Reiter / Nemenich führen Felix Schumann / Gino Kruhs im Renault Clio Rally4 (RC4), Kevin Müller / Stefanie Spreitzer in ihrem Toyota GR Yaris (NC2) und Michael Bieg / Vanessa Dagge im Mitsubishi Evo9 (NC1) die Liste der Teams an, die neben einer Top-Platzierung in der Gesamtwertung vor allem weitere wertvolle DRC-Zähler sammeln möchten.

Das Spitzentrio des Ravenol DRC tritt komplett bei der Osterrallye an.

Aus der teilnehmerstärksten deutsche Rallye-Serie mit inzwischen 79 Einschreibungen tritt fast die gesamte Spitze beim Lauf in Zerf an, um weitere DRC-Punkte zu sammeln. Allen voran die drei Erstplatzierten der Zwischenwertung. Für Niklas Pöttgen / David Wölwer ist es innerhalb von vier Wochen bereits der vierte Start beim vierten Saisonlauf. Ist das stressig? „Ich find's so eigentlich super angenehm, unser Auto war nach je einem Abend schrauben wieder fertig. Nach Zerf ist für uns erstmal Sommerpause.“ Mit dem seriennahen Seat Ibiza starten sie mit 14 Konkurrenten in der Klasse NC8, „je mehr schnelle Starter in der Klasse sind, desto mehr freuen wir uns auf die Rallye. Die Prüfungen liegen uns und wir konnten schon die letzten beiden Jahre die Klasse gewinnen. Trotzdem werden wir mit Blick auf die Meisterschaft nicht alles riskieren.“
Mathias Schläppi, der diesmal mit Markus Kubiak im Peugeot 208 R2 startet, ist erstmals in Zerf. Der Schweizer hat sich per Videostudium auf den Einsatz vorbereitet: „Das scheinen sehr abwechslungsreiche Strecken mit vielen anspruchsvollen Kurven zu sein.“ Die Klasse NC3 ist mit 19 Startern bestens besetzt, entsprechend hoch kann auch die Punkteausbeute sein, „Das ist toll, das Podest ist unser Ziel. Zudem ist es eine Ehre, gegen Timo zu fahren, einen richtigen jungen Wilden. Er ist hier der Lokalmatador und eine hohe Messlatte.“ Timo Schulz / Maresa Lade gehen im Citroën C2R2 max mit Startnummer 9 direkt vor Schläppi an den Start.

Die Brüder Niklas und Guido Möller aus Ahaus belegen im BMW 318ti derzeit den dritten DRC-Rang und freuen sich auf den Start in Zerf. „Wir waren schon 2023 begeistert von den selektiven Prüfungen in den Weinbergen und den schnellen, fahrerisch anspruchsvollen Kurven“. Wie Schläppi starten sie in der NC3, „auch wenn es bei 19 Klassenstartern vielleicht nicht für ganz nach vorne reicht, unter die Top-Fünf möchten wir schon. Bei so vielen Startern gibt es auch damit eine gute Punkteausbeute.“
- Nennschluß 29.03.
- Prädikate/Wertungen: Ravenol Deutscher Rallye Cup, Ravenol DRC, Youngtimer Rallye Trophy, ADAC Rheinland-Pfalz/Saar Meisterschaft, Saarländische ADAC Rallyemeisterschaft, ADAC Nordrhein Pokalwettbewerb Rallyesport
- Gesamtstrecke 168,95 km/ davon 8 WP's 70,62 km (90% Asphalt/ 10% Schotter)

Anzeige