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Vorbericht zur Grabfeldrallye – der längsten Grabfeldrallye bisher

01.06.2019 - 19:08 Uhr

Die Grabfelder lassen sich mal wieder nicht unterkriegen und bleiben ihrem Konzept treu. Wie schon letztes Jahr wird auch die 26. DIMARCON-Grabfeldrallye wieder unter dem Dach des Amateur- und Breitenmotorsportverbandes RSC e. V. ausgetragen. Mehr WP-Kilometer und gleich zwei Servicezonen werden dabei für ordentlich Spaß bei den Teilnehmern und reichlich Spannung und Rallyeaktion bei den Zuschauern sorgen.

96 Kilometer Wertungsprüfung auf Bestzeit mit dieser Zahl tut die diesjährige Grabfeldrallye eher klotzen als kleckern. Auf insgesamt 12 Wertungsprüfungen und 3 Schleifen teilen sich diese auf. Bei gerade einmal 229 Kilometer Gesamtstrecke ist alle wirklich mehr als sehr kompakt. 5 verschiedene Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm, 11 Sprintprüfungen mit Längen zwischen rund 6 km und knapp 11 sowie der bekannte und beliebte Zuschauerrundkurs ganz am Ende der Rallye. All das kostet den Teilnehmern gerade einmal 225 Euro Nenngeld.

Bis ins Frühjahr hinein warf die letztjährige Grabfeldrallye noch ihre Schatten. Der im Moment größte deutsche Motorsportverband aus Frankfurt am Main ließ ordentlich seine Macht spielen und so wurden viele Fahrer und Beifahrer der 25. DIMARCON-Grabfeldrallye 2018 von ihm hart sanktioniert. Die Begründungen dieser Urteile – praktischerweise gleich vom verbandseigenen Sportgericht ausgesprochen – lauteten, die Verurteilten haben trotz, dass sie eine DMSB-Lizenz besitzen, auch mit einer anderen Fahrerlizenz eines anderen Motorsportverbandes an einer DMSB-fernen Veranstaltung teilgenommen. Was genau daran falsch sein soll, wissen wohl nicht mal die Frankfurter selbst, aber es war wohl die einzige Handhabe gegen die Grabfeldrallye und den RSC e. V. vorzugehen, um die eigenen Marktmacht und Monopolstellung nicht zu gefährden. Inzwischen sind ordentliche und öffentliche Gerichte damit beauftragt, genau diese Frage zu klären. Wann das sein wird und wie diese Gerichte entscheiden werden, bleibt allerdings abzuwarten.

Viele Teams haben sich daher – so gerne sie auch anders entschieden hätten – vorsichtshalber dazu durchgerungen, nicht die Grabfeldrallye 2019 zu fahren. Die einen um nicht gegen ihre Bewährungsauflage des DMSB-Sportgerichtes zu verstoßen, was wohl die Zahlung von 2.000,- Euro pro Nase zur Folge hätte – so hoch ist nämlich das „Urteil“ des Sportgerichtes auf Bewährung. Die anderen, um erst gar nicht Gefahr zu laufen, ebenfalls ein Sportgerichtsverfahren an der Backe zu haben, mit trotz allem doch eher ungewissen Ausgang, Kosten und Aufwand.

Aber sei es wie es sei, die Grabfelder stecken ihren Kopf nicht in den Sand sondern entwickeln lieber ihre Rallye weiter. So werden in diesem Jahr erstmals gleich 3 Schleifen gefahren mit jeweils 4 Wertungsprüfungen und rund 30 Kilometern Länge. Dazwischen findet jeweils eine Sammelkontrolle mit Servicezone gemäß RSC-Regularien statt. Die Rallye findet zu 95 Prozent auf festen Untergrund statt.

Nichts ändert sich natürlich am Drumherum der Grabfeldrallye. So gehören das große Rallyezelt auf dem Sportplatz von Sulzdorf, in dem Dokumentenabnahme, technische Abnahme, die Verpflegung und die Siegerehrung ihr zu Hause finden, erneut genauso dazu, wie ein Musteraufschrieb im Bordbuch und in blau ausgepfeilte Rückführungen vom Ziel zum Start der Prüfungen bei der Besichtigung. Diese Besichtigung findet Freitag ab 17 Uhr und Samstag ab 7 Uhr morgens statt, jeweils parallel zur Dokumentabnahme und zur technischen Abnahme. Und um das Zelt herum, werden wie immer großzügige Park- und Campingflächen für Teilnehmer, Helfer und Zuschauer hergerichtet sein. Die festen sanitären Anlagen im Sportheim von Rot-Weiß Sulzdorf stehen selbstverständlich auch wieder für alle offen.

Auch für die Zuschauer gibt es wieder reichlich Service. Insgesamt 4 Wertungsprüfungen befinden sich um Umkreis von 500 Metern rund ums Rallyezentrum. Auf allen Wertungsprüfungen befinden sich Zuschauerpunkte mit Bewirtung, die natürlich wieder zielsicher ausgeschildert sind, für alle, die sich nicht ganz so gut im Grabfeld auskennen. Das Rallyezelt mit Bewirtung hat durchgehend von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag geöffnet. Alle Wertungsprüfungen befinden sich um Umkreis von nur 10 Kilometern um Sulzdorf. Somit ist es möglich bis zu 6 oder 7 verschiedene Wertungsprüfungen am Tag der Rallye anzuschauen. Wer an diesem Tag ganz auf das Autofahren verzichten möchte, sieht trotzdem bis zu 4 verschiedene Prüfungen. Am späten Abend gibt es – wie immer – den günstigen Taxidienst zur Unterkunft, denn wer lange bis in den Morgen hinein im Zelt bei der Afterrallyeparty gefeiert hat, soll auch sicher ins Bett kommen. Das Rallyewochenende klingt beim Rallyefrühschoppen am Sonntagvormittag gemütlich aus.

Wie bereits erwähnt beginnt das Nenngeld bei günstigen 225 Euro. Dazu kommen pro Person 10,- Euro für die Tageslizenz des RSC e. V., für alle, die nicht schon Mitglied beim RSC e. V. sind. Über diese Lizenzen sind alle Teilnehmer optimal gemäß den RSC-Statuten unfallversichert. Um dem aktuellen Datenschutz zu berücksichtigen, ist es natürlich wieder möglich, anonym unter einem Pseudonym zu nennen, was übrigens nichts extra kostet.

Auch wieder mit dabei sind die Slowly-Sideways von Reinhard Klein, die unmittelbar vor dem Feld auf Bestzeit auf die Reise gehen. Nach dem Bestzeitenfeld wird es zudem erstmals auch ein Demofeld geben – ohne Zeitnahme – in dem alle Fahrzeuge starten können, die nicht bei den Slowly-Sideways oder im Feld der Bestzeitenrallye unterkommen können. Start der Rallye ist pünktlich um 11 Uhr, der Rundkurs startet kurz vor 18 Uhr und für 22:30 Uhr ist die Siegerehrung angesetzt.

Fast ausnahmslos passen alle Fahrzeuge gemäß den Reglements von DMSB, NAVC oder der FIA ins Reglement des RSC e. V., näheres lässt sich aber in der Motorsportordnung unter www.rallye-supercup.de finden. Zudem sind auch Fahrzeuge mit Erdgas-, Wasserstoff-, Elektro- oder Hybridantrieb zugelassen im RSC e. V.

Ab 2. Juni 2019 um 0 Uhr kann genannt werden. Die Nennungsliste schließt am 30. Juni 2019 um 18 Uhr. Alle wichtigen Infos und die Online-Nennung finden sich unter www.grabfeldrallye.de

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