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ADAC Eifel Rallye Festival - Nennportal geschlossen

12.02.2026 16:17

Der Andrang war riesig, deshalb musste die Nennliste zum Eifel Rallye Festival (23.-25. Juli 2026 bereits nach einer Woche geschlossen werden. „Nach nur 22 Stunden lagen uns bereits 100 Nennungen vor; innerhalb einer Woche waren es dann über 200“, berichtet Reinhard Klein, der als Kopf von Slowly Sideways für die Zusammenstellung des Starterfeldes verantwortlich ist. „Wir sind überwältigt von dem riesigen Zuspruch, der uns auch als Festival-Organisatoren in unserer Arbeit bestätigt.“ Der Kölner bekennt aber auch, „der schwierigste Teil meiner Arbeit ist es, einigen Teams absagen zu müssen. Wir können nicht mehr als rund 160 Teams zulassen, die Rallye-Meile in Daun lässt sich eben nicht beliebig ausdehnen - wir nutzen bereits alle möglichen Ecken und Winkel.“

Schweden-Doppelsieger Mats Jonsson kommt nach Daun
Zweimal stand Mats Jonsson gemeinsam mit seinem Landsmann Lars Bäckmann beim schwedischen WM-Heimspiel ganz oben auf dem Podest. 1992 gewannen sie in einer Toyota Celica GT-4 (ST165) und wiederholten den Sieg 1993 in der ST185er Version der Celica. „Vom Eifel Rallye Festival habe ich schon sehr viel gehört, das muss eine großartige Veranstaltung sein. Ich freue mich sehr, diesmal selbst dabei sein zu können“, ist Jonsson gespannt auf seine Premiere in der Vulkaneifel. Er startet auf seiner eigenen Toyota Celica ST 165, ein originalgetreuer Nachbau des Siegerfahrzeuges von 1992.


Foto: eifel-rallye-festival.de
Slowly Sideways bei Toyota Racing in Köln
Slowly Sideways, die europaweite Vereinigung von Besitzern historischer Rallye-Fahrzeuge, stellt alljährlich den Hauptteil des Starterfeldes beim Eifel Rallye Festival. Das jährliche Wintertreffen der Slowly-Familie lockte diesmal 95 Teilnehmer nach Köln. Nicht (nur) der Karneval, sondern ein ganz besonderer Anziehungspunkt war dafür ausschlaggebend: Der Standort von Toyota Racing, früher die Heimat des Toyota Team Europe und heute Basis von Toyotas Langstrecken-Team und Geburtsort des GR Yaris Rally1 Motors. Am Freitag stand das erste Highlight auf dem Programm. Die Teilnehmer durften Blicke in die ansonsten streng abgeriegelten Hallen der Toyota-Motorsport-Schmiede werfen. Alle waren überaus beeindruckt von der Motorenwerkstatt, der Chassiswerkstatt, der CNC Fräserei, dem Motorenprüfstand, dem Simulator oder dem Windkanal. Den Samstagmorgen verbrachten die 95 Slowlys in der Toyota-Collection. Mit 'Chef' Reinhard Klein, Ernst Kopp und Wolfgang Inhester erzählten weitere Slowlys unter der Moderation von Isolde Holderied Anekdoten aus ihrer jeweiligen Toyota Zeit. Toyota öffnete für die Slowlys zudem sein internes Motorsport-Museum mit allen Highlights aus Rundstrecke, Formel1 und natürlich seiner Rallye-Vergangenheit.

Die Premiere der Himalaya Rallye 1980 war damals Thema eines einstündigen (!) ZDF-Beitrags. Drei Teilnehmer schilderten eindrücklich, kurzweilig und authentisch die Probleme, die sie damals mit den Überfällen, den Angriffen auf ihre Fahrzeuge und dem Ende der Rallye unter militärischem Geleitschutz hatten. Wolfgang Inhester, der mit seinem Fahrer Achim Warmbold gerade die Deutsche Rallye-Meisterschaft gewonnen hatte, musste den Toyota Celica 2000GT schon vor der Halbzeit in Führung liegend abstellen. Oda Dencker-Anderssen fuhr gemeinsam mit der Französin Marianne Hoepfner auf einer weiteren Celica bis auf den zweiten Platz nach vorne. Peter Lippmann erfuhr erst zwei Tage vor dem Start von seinem Einsatz und kam gerade noch rechtzeitig in Indien an. Gemeinsam mit Albert Pfuhl fuhr er den Mercedes-Benz 450 SLC auf den sechsten Gesamtrang. Die Berichte der drei Zeitzeugen ergänzten den Filmbeitrag hin zu einem einmaligen Erlebnis. Zwei Abende mit vielen ‚Benzingesprächen‘ rundeten das Slowlys Treffen in Köln ab. Auch der Besuch einer Karneval-Abordnung durfte natürlich nicht fehlen.

Aktuelle Infos auf: www.eifel-rallye-festival.de